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Schweden: Supermarktkette rückt von Boykott ab

Die schwedische Supermarktkette COOP, der 655 Filialen angehören, rudert in Sachen Israel-Boykott zurück. In drei Geschäften in der Stadt Varberg hatten vor zweieinhalb Monaten pro-palästinensische Aktivisten erfolgreich die Geschäftsleitung überredet, israelische Produkte aus ihren Regalen zu entfernen, selbst solche, die nicht in „Siedlungen“ hergestellt wurden. Der israelische Botschafter in Schweden, Isaac Bachman (im Bild), fasste den Entschluss, für sein Land einzustehen…

Die schwedische Supermarktkette COOP, der 655 Filialen angehören, rudert in Sachen Israel-Boykott zurück. In drei Geschäften in der Stadt Varberg hatten vor zweieinhalb Monaten pro-palästinensische Aktivisten erfolgreich die Geschäftsleitung überredet, israelische Produkte aus ihren Regalen zu entfernen, selbst solche, die nicht in „Siedlungen“ hergestellt wurden. Auch wenn diese Geschäfte nur israelische Avocados und Persimmon-Früchte verkauften, ging es doch um das Prinzip.

Der Aktion vorausgegangen war die Sorge der israelischen Botschaft in Schweden, dass sich der Boykott auf alle Filialen ausbreiten würde, da der Vorschlag eines Boykotts von der Konsumentenversammlung angenommen worden war. Der israelische Botschafter in Schweden, Isaac Bachman (im Bild), fasste daher den Entschluss, für sein Land einzustehen. Er ermutigte Konsumenten, dem Vorstand des Unternehmens zu schreiben. Auch er selbst trat mit dem Vorstand in Kontakt. Ein schwedischer Geschäftsmann öffnete währenddessen eine Facebook Seite mit dem Titel „Gegen den Boykott Israels“, die bald 2500 Freunde hatte. Tausende Schweden erklärten weiterhin, dass sie die Supermarktkette boykottieren würde, wenn sie Israel boykottiert.

Botschafter Bachman traf schließlich mit dem Chef der Kette zusammen, der ihm erzählte, wie geschockt man war, als sie sahen, wieviele Nachrichten gegen einen Boykott Israels eingegangen waren.

Die Geschichte endet mit einem Happy End: Das Management von COOP lehnte den Boykott Israels prinzipiell ab und stellte die drei Filialen in Varberg vor die Wahl, den Boykott zu beenden oder nicht mehr Teil des Unternehmens zu sein, was im Grunde einem Verbot gleich kommt.

„Die Lektion, die ich gelernt habe“, sagte Bachman, „ist, dass man unter keinen Umständen aufgeben darf. Man muss eine Gegenkampagne starten! Wenn man über die Konsumenten-Schiene geht, ohne den Konflikt in Israel anzusprechen, kann man seine Seite besser und stärker vertreten.“

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Patrick Callahan

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