Schabbat: „Noach – Noah“
Lesungen:1. Mose 6,9 – 11,32; Jesaja 54,1 – 55,5
Auszug aus der Prophetenlesung:
Jerusalem, du bist wie eine verstoßene Frau, die tief bekümmert ist, weil ihr Mann sie verlassen hat. Doch der Herr ruft dich zu sich zurück und sagt zu dir: „Nur für kurze Zeit habe ich dich verlassen. Ich will dich wieder zu mir holen, denn ich liebe dich von Herzen. Als der Zorn in mir aufstieg, habe ich mich für einen kurzen Augenblick von dir abgewandt. Doch ich habe Erbarmen mit dir, und meine Liebe wird nie mehr aufhören. Das verspreche ich, der Herr, dein Erlöser. Damals nach der großen Flut schwor ich Noah: Nie mehr wird die ganze Erde überschwemmt werden! Und heute schwöre ich: Ich bin nicht mehr zornig auf dich, Jerusalem! Nie mehr werde ich dir drohen! Berge mögen einstürzen und Hügel wanken, aber meine Liebe zu dir kann durch nichts erschüttert werden, und mein Friedensbund mit dir wird niemals wanken. Das verspreche ich, der Herr, der dich liebt!“ So spricht der Herr: „Jerusalem, du leidgeprüfte Stadt, vom Sturm gepeitscht, von keinem getröstet – ich will dich wieder aufbauen. Dein Fundament lege ich aus Saphiren, fest gemauert mit bestem Mörtel. Für die Zinnen deiner Mauern verwende ich Rubine und für die Tore Kristalle; auch die Mauer soll aus Edelsteinen sein. Deine Bewohner werden meine Schüler sein, und ich schenke ihnen Frieden und Glück. Dann ist die Gerechtigkeit dein festes Fundament. Du brauchst keine Not zu fürchten, Angst und Schrecken dürfen dich nicht mehr bedrücken. Und sollte dich doch ein feindliches Volk angreifen, dann ist es nicht von mir gesandt! Ja, wer es dann noch wagt, gegen dich zu streiten, wird im Kampf gegen dich fallen.“




