Bauarbeiten in Israel dauern manchmal länger als anderswo, weil immer wieder archäologisch Bedeutsames auftaucht, sobald man im Boden gräbt
Als jetzt in Tiberias ein neues Stadtviertel angelegt werden sollte, stieß ein Bagger auf eine in Fels gehauene Höhle. In solchen Fällen ist die israelische Altertumsbehörde zuständig, den Fund zu begutachten. Diesmal war es eine römische Grabstätte, die nun einen wohl länger dauernden Baustopp auslöste. Die Planungen für den neuen Stadtteil werden derzeit überarbeitet.
Die Höhle birgt mehrere Grabnischen. Es gibt dekorierte Steintüren und Keramikgeräte, Namen von Verstorbenen sind in griechischer Inschrift vermerkt. Die Grabstätte gehörte wahrscheinlich einer wohlhabenden Familie, die im Norden von Tiberias mit Blick auf den See bestattet sein wollte. Es hat den Anschein, dass die Höhle bereits in antiker Zeit geplündert wurde.
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