Netanjahu und Opposition: Vereint gegen Atomdeal

Die Gegner des Atomabkommens zwischen dem Iran und den USA werden im Nahen Osten von Tag zu Tag mehr. Es ist kein Geheimnis, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kein Freund des Rahmenabkommens ist, das diesen Monat im schweizerischen Lausanne geschlossen wurde. Netanjahu erklärte kürzlich, warum der Deal zum Scheitern verurteilt sei…

Netanjahu und Opposition: Vereint gegen Atomdeal

Die Gegner des Atomabkommens zwischen dem Iran und den USA werden im Nahen Osten von Tag zu Tag mehr. Es ist kein Geheimnis, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kein Freund des Rahmenabkommens ist, das diesen Monat im schweizerischen Lausanne geschlossen wurde.

Netanjahu erklärte kürzlich, warum der Deal zum Scheitern verurteilt sei. Er hob hervor, dass der Iran dem Abkommen bereits widersprochen habe, obwohl das von Obama als „historische Errungenschaft“ bezeichnete Abkommen erst wenige Tage alt sei.

„Der Iran besteht darauf, seine beachtlichen nuklearen Ressourcen, mit denen sie eine Atombombe produzieren können, zu behalten. Der Iran besteht darauf, dass alle Sanktionen sofort aufgehoben werden. Und der Iran weigert sich, eine effektive Inspektion seiner fragwürdigen Anlagen zu zulassen“, erklärte der Premierminister. „Gleichzeitig behält der Iran aber seine grenzenlose Aggression in der Region und seinen weltweiten Terrorismus bei.“

Netanjahu hat unerwartet Unterstützung vom bekannten ägyptischen Fernsehmoderator Tawfik Okasha bekommen, der Israel in seiner angesehenen Show „Egypt Today“ aufforderte, „Gott zu vertrauen und [Irans Kernkraftwerk Bushehr] zu bombardieren. Wir sind an eurer Seite. Und wenn ihr Treibstoff für eure Flugzeuge braucht, werden wir es euch geben.“

Vielleicht noch überraschender ist die Veröffentlichung eines Grundsatzpapiers der israelischen Oppositionsführer Isaak Herzog und Tzipi Livni (Bild), die Washington in dem Papier auffordern, Israel grünes Licht für jegliche Militärschläge zu geben, die nötig sind, der iranischen Bedrohung zu begegnen.

Herzog und Livni sind beide unverblümte Kritiker gegenüber Netanjahus Vorgehen in Bezug auf Obama und auch gegenüber Obamas Vorgehen hinsichtlich der iranischen Atomkrise. So haben Herzog und Livni ihre Unzufriedenheit mit dem Atomdeal zum Ausdruck gebracht, indem sie die USA aufriefen, Israel „im Voraus die Legitimation zu geben, jede Aktion durchführen zu können, die es braucht, um seine Sicherheit zu gewährleisten.“

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