Netanjahu greift schweigend den Iran an

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York eine außergewöhnliche Rede gehalten. Weil die Weltgemeinschaft der nuklearen Bewaffnung des Iran schweigend zusehe, schwieg auch Netanjahu. 43 Sekunden lang stand er wortlos am Rednerpult. Der Bedrohung des jüdischen Staates durch das Mullah-Regime in Teheran widmete er den größten Teil (25 Minuten) seiner 45-minütigen Ansprache.

Netanjahu greift schweigend den Iran an

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York eine außergewöhnliche Rede gehalten. Weil die Weltgemeinschaft der nuklearen Bewaffnung des Iran schweigend zusehe, schwieg auch Netanjahu. 43 Sekunden lang stand er wortlos am Rednerpult. Der Bedrohung des jüdischen Staates durch das Mullah-Regime in Teheran widmete er den größten Teil (25 Minuten) seiner 45-minütigen Ansprache.

Israels Ministerpräsident warnte, der Iran sei seit der Unterzeichnung des Abkommens noch aggressiver geworden. Teheran stütze das Regime des syrischen Diktators Assad und unterstütze radikal-islamische Organisationen wie Hamas und Hisbollah. Letztere habe aus Teheran moderne S22-Luftabwehrraketen erhalten. Außerdem fördere der Iran Terrorgruppen auf der ganzen Welt, auch im Westen. Netanjahu warnte: Sobald die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben würden, gehe der Iran „entfesselt und ohne Maulkorb auf die Pirsch“.

Netanjahu kritisierte die Weltgemeinschaft: Sie verharre seit Jahren „in völliger, ohrenbetäubender Stille“. Schweigend blickte er in die Gesichter der anwesenden Regierungschefs. Israels Ministerpräsident prangerte an, dass die Welt „einen schlechten Geschäftsabschluss feiert und bejubelt. Ein Geschäft mit einem Regime, dass offen unsere Zerstörung zum Ziel hat.“ Der Ministerpräsident hielt ein Exemplar des jüngsten Buches von Irans Oberstem Führer Ayatollah Ali Khamenei in den Händen und unterstrich: „Diese 400 Seiten zeigen detailiert, wie der Iran vorhat, den israelischen Staat zu vernichten.“

Benjamin Netanjahu sprach in seiner Rede auch über den israelisch-palästinensischen Konflikt.Er erinnerte an die Bereitschaft seiner Regierung, mit den Palästinensern über eine Zwei-Staaten-Lösung zu verhandeln. Doch Abbas und seine Regierung in Ramallah lehnten dies ab.

Foto: Avi Ohayon/GPO (Flash 90)

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