Mahmud Abbas nennt US-Botschafter in Israel einen „Hundesohn“

Palästinenserchef Mahmud Abbas hat den amerikanischen Botschafter in Israel David Friedman gestern (Montag) als „Hundesohn“ bezeichnet. Zu den Terroranschlägen der letzten Tage schwieg er.

Palästinenserchef Mahmud Abbas hat den amerikanischen Botschafter in Israel David Friedman gestern (Montag) als „Hundesohn“ bezeichnet. Abbas redete bei einem Treffen von Führungsmitgliedern der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah. Er wies die Kritik des Botschafters zurück, die Terroranschläge der letzten Tage, bei denen drei Menschen ermordet worden waren, nicht verurteilt zu haben.

Bild: Mahmud Abbas, gestern (Foto: Flash90)

„Die Vereinigten Staaten rechtfertigen die Siedlungen“, sagte Abbas. „Das ist was die amerikanischen Offiziellen machen und David Friedman steht an deren Spitze. Er sagte ‘Sie (die Israelis) bauen auf ihrem Land’. Das hat er gesagt, dieser Hundesohn. Sie bauen auf ihrem Land? Er ist selbst ein Siedler, seine ganze Familie sind Siedler.“

Des Weiteren kündigte Abbas Sanktionen gegen den Gazastreifen an, wegen des versuchten Anschlags auf den palästinensischen Ministerpräsidenten Hamdallah. Er macht die Hamas für den Vorfall verantwortlich.

US-Botschafter David Friedman, gestern in Jerusalem (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Der amerikanische Botschafter David Friedman äußerte sich später zu den Worten von Mahmud Abbas. Er sprach auf dem „Forum für den Kampf gegen Antisemitismus“, das zur Zeit in Jerusalem stattfindet, und sagte: „Drei Juden sind kaltblütig von palästinensischen Terroristen ermordet worden und die Antwort der Palästinensischen Autonomiebehörde war Schweigen. Abbas hat geantwortet, ich habe seine Antwort vor einigen Minuten auf meinem iPhone gesehen. Er sagte, ich sei ein Hundesohn. Handelt es sich dabei um Antisemitismus oder um eine politische Diskussion?“

Jason Greenblatt, Sonderbeauftragter für internationale Verhandlungen von US-Präsident Trump, verurteilte Mahmud Abbas für seine Worte gegen Friedman und sagte unter anderem: „Es ist an der Zeit, dass sich Abbas zwischen der hasserfüllten Rhetorik und konkretem und praktischen Bemühungen entscheidet, die Lebensqualität seiner Bürger zu verbessern und sie zu Frieden und Wohlstand zu führen.“

„Abgesehen von dieser maßlosen Beleidigung des Botschafters Friedman sind wir dem palästinensischen Volk gegenüber und den Veränderungen, die für ein friedliches Zusammenleben notwendig sind, verpflichtet. Wir sind dabei, unseren Friedensplan fertigzustellen und wir werden ihn voranbringen, sobald die Umstände dies ermöglichen werden.“

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