Der Weinhändler und Gastronom Berthold Kempinski, geboren 1843 in Raschkow, gestorben 1910 in Berlin, wurde nach dem Abitur Teilhaber an der von seinem Bruder 1862 gegründeten Weinhandlung „M. Kempinski & Co“ in Breslau. Mit seiner Frau gründete er 1872 mit der Erlaubnis des Bruders eine gleichnamige Weinhandlung in Berlin.
Das Unternehmen wuchs. In der Leipziger Straße 25 entstand 1889 das zu seiner Zeit größte Restaurant Berlins auf vier Stockwerken. Es wurde von allen Schichten der Bevölkerung besucht, da man dort auch halbe Portionen zum halben Preis bekommen konnte. Kempinski wollte alle am Luxus teilhaben lassen. Später übernahm Schwiegersohn Richard Unger die Geschäfte, die aber weiter den Namen Kempinski trugen. Weitere Restaurants entstanden, eines am Kurfürstendamm 27. 1937 wurde Kempinski „arisiert“. Richard Unger emigrierte nach den USA, die Firma wurde Teil der Aschinger AG. Ein Feuer zerstörte das Restaurant am Kurfürstendamm. Viele Angehörige der Familie Kempinski kamen in Konzentrationslagern um.
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