Israelis brachten „Hoffnung und Liebe“ nach Miami

„Miami-Dade County und die Stadt Surfside werden nie vergessen, was Sie hier für uns getan haben“

von Ryan Jones |
Illustration. Israelische und US-Rettungsteams trainieren gemeinsam. Foto: David Azagury/U.S. Botschaft Tel Aviv

Such- und Rettungsexperten des IDF-Heimatschutzkommandos konnten keine Überlebenden finden, nachdem sie entsandt wurden, um die Trümmer eines eingestürzten Wohnturms in der Nähe von Miami zu durchsuchen. Aber als es für sie an der Zeit war, nach Hause zu gehen, sagte die Bürgermeisterin von Miami, dass es den Israelis gelungen sei, „Hoffnung und Liebe“ sowohl in ihre Stadt als auch in den Vorort Surfside, Florida, zu bringen, wo sich das eingestürzte Wohnhaus befand.

„Wir sind hier zusammen mit unseren Freunden von den israelischen Verteidigungsstreitkräften, die in unser Leben gekommen sind, unsere Helden und Heldinnen aus der ganzen Welt, und die Hoffnung und Liebe mitgebracht haben“, sagte Miamis Bürgermeisterin Daniella Levine Cara bei einer Abschiedszeremonie für die israelischen Hilfstruppen. „Sie werden morgen abreisen, und sie sind die letzten des Teams, das gekommen ist. Sie haben uns bei jedem Schritt unserer Such- und Bergungsbemühungen unterstützt. Wir wollen ihren großen Dienst für diese Gemeinde anerkennen. Sie verlassen uns physisch, aber sie bleiben in unseren Herzen.“

„Miami-Dade County und die Stadt Surfside werden nie vergessen, was Sie hier für uns getan haben“, fügte die Bürgermeisterin hinzu. Abschließend überreichte sie dem Kommandanten der israelischen Einsatztruppe einen „Schlüssel zur Stadt“.

Medienbilder zeigten amerikanische Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeikräfte, die Schlange standen, um den Israelis die Hand zu schütteln und sie zu verabschieden. Miami-Dade Fire Rescue Chief Alan Cominsky ehrte die IDF-Truppen, indem er sie zu Ehrenmitgliedern seiner Abteilung ernannte.

In der Stadt Surfside leben sehr viele Juden, und ein hoher Prozentsatz der Opfer des Einsturzes waren Juden. Das veranlasste das israelische Konsulat in Miami, sofort die Hilfe der sehr erfahrenen Such- und Rettungsmannschaften des israelischen Homefront Command anzubieten. Levine Cara sagte, sie habe nicht gezögert, das Angebot anzunehmen.

Am Ende gelang es jedoch selbst den erfahrenen israelischen Experten nicht, Überlebende aus den Trümmern zu bergen, und alle 121 Menschen, die als vermisst galten, mussten als tot angesehen werden (bis zum Redaktionsschluss waren 90 Opfer positiv identifiziert worden).

Dennoch waren die Amerikaner im ganzen Land von der israelischen Anstrengung gerührt. Der Kommandeur des IDF-Teams, Oberst Golan Vach, besuchte die Shiva (Trauerfeier) für einige der jüdischen Opfer, deren Überreste seine Truppen geborgen hatten. Und in einem besonders bemerkenswerten Vorfall stritt sich Oberst Vach verbal mit einem CNN-Reporter darüber, wie man die Verstorbenen richtig respektiert.

„Wir haben noch mehr Menschen gefunden“, sagte der israelische Kommandeur zu dem Reporter.

„Sie haben mehr Leichen gefunden“, versuchte der CNN-Journalist zu korrigieren.

Aber Oberst Vach schoss sofort zurück: „Wir haben Menschen gefunden, leider waren sie nicht lebendig.“

Der Unterschied zwischen der Art und Weise, wie die beiden Männer über die Verstorbenen sprachen, war den Amerikanern nicht entgangen. In den sozialen Medien lobten sie Oberst Vach für seinen „tiefen“ Respekt und sein Einfühlungsvermögen. „Die Menschlichkeit und Professionalität des israelischen Kommandanten ist ermutigend in einem Meer von Zerstörung und Tragödie“, schrieb ein Kommentator.

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