Arabisch-muslimischer Staat schließt sich Kampf gegen Antisemitismus an

Dieser Schritt ist ein weiteres Zeichen für die wandelnde Beziehung zwischen dem jüdischen Staat und seinen arabischen Nachbarn.

von Yossi Aloni |
Foto: Courtesy Conference of European Rabbis

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben in Zusammenarbeit mit der Europäischen Rabbinerkonferenz (CER) einen Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung von Hassverbrechen, einschließlich Antisemitismus, aufgesetzt. Der Plan entstand nach dem historischen Besuch des Papstes in Dubai. „Für uns ist das historisch. Nun sind eine Reihe von Treffen geplant, um einen endgültigen Plan auszuarbeiten. Bis November wird alles in konkrete Maßnahmen umgesetzt“, sagte CER-Präsident Rabbi Pinchas Goldschmidt.

Nach dem Besuch des Papstes versammelten sich die internationalen Verantwortlichen (Christen, Muslime und Juden) zu einer Konferenz in Moskau, die von den VAE und der CER organisiert wurde, um einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Hassverbrechen und dem zunehmenden Antisemitismus zu formulieren. Ziel der Initiative ist es, das Bewusstsein für Hassverbrechen zu schärfen und gemeinsam zu lernen, wie man dieses Phänomen bekämpfen kann.

Auf der Konferenz wurden christliche, muslimische und jüdische Glaubensvorsitzende von der Präsidentin des Russischen Jüdischen Kongresses, Anna Bukeshitskaya, und anderen Vertretern der Glaubensgemeinschaften unterstützt, um zu besprechen, wie man dieses Phänomen verhindern und durch eine richtige Führung in ihren Gemeinschaften bekämpfen kann.

Der nächste Schritt wird eine Konferenz im November sein, auf der alle teilnehmenden Vertreter der Religionsgemeinschaften einen Vertrag unterzeichnen werden, in dem sie sich verpflichten, Gewalt und Antisemitismus in ihren Gemeinschaften zu bekämpfen. Wir hoffen, dass dieser erste Schritt der interreligiösen Zusammenarbeit Toleranz hervorbringt und Antisemitismus und Hassverbrechen unter den Religionsgemeinschaften weltweit reduziert.

Goldschmidt, der auch der Oberrabbiner von Moskau ist, erklärte während der Versammlung: „Als Präsident der CER befasse ich mich mit dem europäischen Judentum, Antisemitismus und der Fremdenfeindlichkeit, die ein sehr großes Problem für die europäischen Minderheiten darstellt. Die erste Konferenz haben wir in Russland abgehalten, weil hier ein gegenseitiges Verständnis zwischen Muslimen, Christen, Juden und anderen Vertretern der Religionen vorherrscht. Ich freue mich, dass die heutigen Vertreter verschiedener Gemeinschaften und Organisationen sich mit Themen befassen, die Fremdenfeindlichkeit verursachen und dass sie eine echte Wende im Kampf gegen den Antisemitismus bewirken können.“

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