MitgliederAbneigung gegen FPÖ: Israel zeigt einem Freund die kalte Schulter

Der Israel-Besuch des Vorsitzenden der Freiheitlichen Partei Österreichs, Heinz-Christian Strache, im April verlief nicht sehr erfolgreich.

von Tsvi Sadan |
Foto: Screenshot

Wie uns die Tageszeitung Haaretz mitteilte, sah Shimon Peres auf Anraten des Außenministeriums von einem Treffen mit Strache ab. Andere Politiker, wie Benjamin Netanjahu, folgten dem Beispiel.

Wenn man die Schlagzeilen der hebräischen Zeitungen über den Besuch betrachtet, wird klar, dass die israelischen Politiker Strache mieden, weil er als extrem rechtsorientiert gilt. Die israelische Presse stufte Strache gar als Nachfolger Jörg Haiders ein. Haider war ein Antisemit der alten Schule, musste jedoch 2002 die von ihm gegründete FPÖ gegen seinen Willen verlassen. Seither hat sich die Partei grundlegend gewandelt. Man legte Haiders Vermächtnis ad acta und veröffentlichte 2010 unter Straches Federführung die sehr pro-israelisch ausgerichtete „Jerusalem-Deklaration“. Ob absichtlich oder nicht – der Wandel wird von vielen in Israel nicht registriert, einschließlich der Wählerschaft des rechten Spektrums.

Um diese Fehleinschätzung in Israel, das doch seine wahren Alliierten in Europa kennen sollte, besser zu verstehen, sprach ich mit Wilhelm Roth vom Israel Europe Freedom Center. Der gebürtige Österreicher ist Experte für europäische Politik und einer der effektivsten Sprecher für Israel innerhalb der Europäischen Union.

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