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Nach 25 Jahren: TIPH-Beobachter gehen nach Hause

25 Jahre lang sind die internationalen Beobachter in Hebron durch das jüdische Viertel patrouilliert. Doch statt sich um das Wohlergehen der arabischen Bevölkerung zu kümmern, waren sie oft in Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten an den Kontrollpunkten verwickelt.

Die internationalen Beobachter in Hebron werden mit Ende dieses Monats ihre Tätigkeiten iin Hebron beenden, nachdem Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entschieden hatte, die Arbeitserlaubnis der TIPH (Temporary International Presence in Hevron) nicht mehr zu verlängern.

Die aus 80 Mitgliedern bestehenden Delegation der TIPH wurde nach dem Anschlag von Baruch Goldstein im Patriarchengrab in Hebron gegen Dutzende von Arabern im Jahr 1994 ins Leben gerufen. Die aus der Türkei, der Schweiz, Italien, Norwegen, Dänemark und Schweden kommenden Beobachter patrouillieren durch das jüdische Viertel von Hebron und übergaben ihre Berichte an Israel, der UNO und den Botschaftern ihrer Ursprungsländer, die diese Tätigkeit finanzierten.

Seit 1994 wurden die Arbeitserlaubnis der TIPH immer wieder verlängert. Offiziell besteht ihre Aufgabe darin, die in Hebron lebenden Araber vor den Israelis zu schützen. Die Realität sah jedoch oft ganz anders aus. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den israelischen Soldaten und Angriffe gegen die jüdische Bevölkerung Hebrons.

Nun sollen die Beobachter nach Hause geschickt werden. Nachdem es immer mehr Beschwerden seitens der israelischen Armee gab, wonach die Beobachtergruppe die Arbeit der Soldaten an den Kontrollpunkten stören würde und nachdem ein schweizer Beobachter einem zehnjährigen jüdischen Kind eine Ohrfeige gab und in einem anderen Fall die Reifen eines Autos eines in Hebron wohnenden Juden aufgeschlitzt worden waren, hat sich Netanjahu nun dazu entschlossen, die Genehmigung der Beobachtergruppe nicht mehr zu verlängern.

“Wir werden die Anwesenheit der internationalen Gruppe, die gegen uns arbeitet, nicht weiter ermöglichen”, sagte Netanjahu.

Bild: Hauptquartier der TIPH in Hebron (Foto:Wisam Hashlamoun/Flash90)

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Patrick Callahan

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