Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hat bekannt gegeben, des es zu Beginn des neuen Jahres die Hilfszahlungen an rund 190.000 im Gazastreifen und in den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde lebenden Araber drastisch kürzen werde. Es fehle an den nötigen Mitteln, die Hilfe wie bisher aufrechtzuerhalten.
Als Grund dafür wurden die Kürzungen der amerikanischen Hilfszahlungen an Organisationen in der Region angegeben. Schon im August erklärten die USA, dass sie ihre Hilfszahlungen in Höhe von 250 Millionen Dollar pro Jahr an die UNRWA einstellen werde. Von den Kürzungen ist aber nicht nur die UNRWA betroffen, sondern auch andere humanitarische Organisation, darunter auch das WFP, die jetzt 40 Prozent ihres Budgets verlieren.
Ab dem 1. Januar 2019 wird die UN-Organisation die Hilfe für 27000 Araber in Judäa und Samaria komplett einstellen, während die monatlichen Hilfen an 165.000 Araber im Gazastreifen um 20 Prozent gekürzt werden. Statt bisher 10 US-Dollar, wird jede Person nur noch 8 US-Dollar pro Monat bekommen.
In einem Bericht auf der Internetseite des WTF heißt es, dass die Organisation eine Summe von 57 Millionen US-Dollar benötigte, um die bisherige Hilfe wie bisher fortzuführen.
Der WFP-Direktor für „Palästina“, Stephen Kearney, rief die internationale Gemeinschaft auf, ihre Unterstützung zu verstärken, um eine weitere Verschlechterung der Lage zu vermeiden.
Unterdessen bat ein Sprecher der Terror-Organisation Hamas die Vereinigten Nationen darum, weiter den Bedürfnissen des palästinensischen Volkes nachzukommen, bis es seine Freiheit erreichen würde.
Gleichzeitig wird auch Israel für die schlechte finanzielle Lage der Palästinensischen Autonomiebehörde verantwortlich gemacht. Dass Palästinenserchef Mahmud Abbas aber ganze sechs Prozent des Jahreshaushalts für Zahlungen an Terroristen und deren Familien benutzt, rund 11 Millionen US-Dollar, wird dabei gerne ignoriert.
Archivbild: Entladung von Hilfsgütern der Vereinten Nationen am Rafah-Übergang zum Gazastreifen (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)




