Medienberichten zufolge möchte der Iran beim Wiederaufbau Syriens durch „Präsenz, Teilnahme und Unterstützung“ helfen. Dies teilte der iranische Verteidigungsminister Amir Hatami mit, der dafür am Sonntag zu einem zweitägigen Besuch nach Damaskus gekommen war, wo er sich mit dem syrischen Präsidenten Assad und hochrangigen Militärs trifft. International gibt es Versuche, das Land möglichst stark aus Syrien raus zuhalten, insbesondere von Russland und den USA.
Die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern sei insbesondere im Licht der US-Außenpolitik in der Region von Bedeutung, nach der Aufkündigung des Irandeals, neuerlichen Sanktionen gegen Russland und der amerikanischen „Unterstützung von Terrororganisationen“. Syriens Präsident Assad unterstützte diesen Schritt und dessen Begründung.
Vertreter beider Nationen haben hierbei die Bedeutung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern betont. Da sich Syrien nun allmählich in der Wiederaufbauphase befindet, möchte der Iran auch weiterhin in dem Land präsent sein und versucht, weitere Mächte aus diesem Projekt fernzuhalten.
Der Iran hat insbesondere in den letzten sieben Jahren des syrischen Bürgerkriegs eine große Bedeutung für die Regierung Assads gewonnen. Im Zuge des sich abzeichnenden Ende des Krieges versuchen jetzt sowohl die USA als auch Russland, den Iran in Syrien nicht zu stark werden zu lassen. Dies wird von den meisten Analysten jedoch als annähernd unmöglich angesehen. Die Bande zwischen beiden Staaten seien dafür einfach zu groß.
Der Krieg hat dem syrischen Regime Untersuchungen zufolge etwa 388 Milliarden Dollar gekostet. Mindestens 350.000 Menschen haben ihr Leben verloren und mehrere Millionen mussten aus ihrer Heimat fliehen. Dank der Hilfe Russlands und des Irans konnte Assad jedoch zwei-Drittel des Landes zurückerobern und bereitet sich jetzt auf die Übernahme der nordwestlichen Provinz Idlib vor.
Die syrische Armee hat Verstärkungen an die Frontlinie in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens entsandt
Derzeit befinden sich noch US-amerikanische Militärbasen im Land, welche ursprünglich für den Kampf gegen den IS gebraucht wurden, jedoch auch die Funktion hatten, den Iran in Syrien nicht zu stark werden zu lassen.
Der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, sagte in der vergangenen Woche während seines Besuchs in Israel, dass der Iran seine Truppen aus Syrien abziehen sollte. Die iranische Aktivität in der Region sei weiterhin aggressiv. Auch verteidigte er das Recht Israels, Raketen oder andere bedrohliche Waffen, die vom Iran nach Syrien gebracht worden waren, anzugreifen. Er nannte die israelischen Angriffe in Syrien „einen Akt der Selbstverteidigung“.
(Foto: Yossi Aloni/Flash90)




