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Twitter zur Zeit des Sechstagekriegs

Das Israelische Außenministerium hat zur Erinnerung an den Sechstagekrieg vor genau 50 Jahren ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen. Die Ereignisse und Dramen, die zum Sechstagekrieg geführt hatten, werden auf Twitter wieder lebendig.

Das Israelische Außenministerium hat zur Erinnerung an den Sechstagekrieg vor genau 50 Jahren ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen. Ab heute, dem 15.Mai, der Tag, an dem der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser die Truppen der Vereinten Nationen von der Sinai Halbinsel vertrieben, dort eine große Zahl von Soldaten stationiert und später auch die Meerenge von Tiran geschlossen hat, werden die Ereignisse und Dramen, die schließlich zum Sechstagekrieg geführt hatten, auf Twitter wieder lebendig. Dazu hat das Außenministerium eine Zahl von fiktiven Personen geschaffen, die neben realen Persönlichkeiten, wie der damalige Ministerpräsident Levy Eshkol, die Ereignisse von 1967 in Twitter-Manier, maximal 140 Zeichen, beschreiben werden.

„Freunde, ich werde heute Abend in der Ben Jehuda Strasse sein. Kommt und verabschiedet Euch, bevor ich abfahre. Ich habe das Gefühl, es wird lange dauern.“

Auch Moshe Dayan, Verteidigungsminister während des Sechstagekriegs, hat ein Twitterkonto bekommen.

„Ich bin ein Teil der IDF seit ich 14 war. Es ist an der Zeit, zu zeigen, was ich wert bin während des Sechstagekriegs an diesem Tag.“

Das Israelische Außenministerium wird einen Monat lang auf einem für das Projekt geschaffene Twitterkonto @Tweeting67 von den Ereignissen vor und während des Sechstagekriegs berichten, so als würden sie gerade passieren.

„Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um die Realität von damals in der Sprache von heute zu erzählen“, erklärte DJ Schneeweiss, Leiter der „Digitalen Abteilung“ des Außenministeriums. „Wir haben keine andere Wahl, die Menschen lesen keine Geschichtsbücher. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann müssen wir die uns heute zur Verfügung stehenden Mittel benutzen, um den jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, gegen das negative Ansehen Israels zu kämpfen. Wir hoffen, dass dieses Projekt dazu beitragen wird, dieses wichtige Kapitel der Geschichtete Israels zu verstehen.“

Die Persönlichkeiten der Vergangenheit werden sich allerdings auch über aktuelle Ereignisse äußern. So wird der ehemalige Ministerpräsident Levy Eshkol während des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in Jerusalem seinem Nachfolger Benjamin Netanjahu twittern: „Wenn ich doch den amerikanischen Präsidenten hätte empfangen können!“.

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Patrick Callahan

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