Die meisten Anhänger der Bewegung „Boykott, Divestment, Sanktionen“ (BDS) halten sich für besonders gute Menschen: Sie wollen die übermächtigen Israelis zwingen, den armen unterdrückten Palästinensern ihr Land zurück zu geben. Tatsächlich bewirken sie mit ihren Aktionen oft genau das Gegenteil und schaden besonders jenen, denen sie angeblich helfen wollen. Israel Heute hat BDS-Befürworter und Gegner befragt.
Die arabische Abgeordnete Knesset-Abgeordnete Hanin Zoabi begrüßt die BDS-Bewegung: „Die Israelis müssen anfangen zu verstehen, dass sie einen Preis für die Besatzung zahlen müssen. Warum sollten sie auch aufhören, das Land zu besetzen, wenn sie damit Profit machen?“
Doch viele Palästinenser lehnen BDS ab. Zehntausende arbeiten in israelischen Firmen und werden dort weit besser bezahlt als bei palästinensischen Unternehmen. Ihnen droht durch die Boykott-Bewegung der Verlust ihrer Lebensgrundlage.
Bild: Palästinensische Arbeiter bei der Firma Sodastream in der Nähe von Maale Adumim. Aufgrund des internationalen Drucks wird der Firmensitz ins israelische Kernland verlegt, 800 Palästinenser verlieren ihren Arbeitsplatz.
Foto: Nati Shohat (Flash 90)
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