Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Mittwoch eine Reihe von Luftangriffen gegen Ziele im Gazastreifen geflogen. Es waren Vergeltungsschläge: Zuvor war auf die südisraelische Stadt Aschdod eine Gradrakete aus dem Gazastreifen abgefeuert worden. Das israelische Raketenabwehrsystem „Eiserne Kuppel“ fing das Geschoss aber noch in der Luft ab, bevor es Schaden anrichten konnte.
Ein israelischer Militärsprecher bestätigte, die Armee habe vier Terrorziele im Gazastreifen bombardiert. Zwei davon gehören der Hamas. Die islamistische Terrororganisation stellte in dem Küstenstreifen die Regierung. Es gibt keine Berichte über Verletzte.
In sozialen Netzwerken berichteten Anwohner von einer ganzen Reihe von Explosionen. Am Dienstagabend heulten in Aschdod und der Umgebung die Luftalarm-Sirenen. Armeesprecher Peter Lerner erklärte dazu: „Heute Abend, am dritten Tag von Sukkot, wurde eine Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Die Bewohner von Aschdod und der umliegenden Gemeinden wurden aufgefordert, die Luftschutzräume aufzusuchen. Die Hamas ist verantwortlich für diesen Angriff aus dem Gazastreifen. Die Armee wird auch weiterhin Israel und alle Israelis verteidigen, die durch krasse Gewaltakte bedroht werden.“
Die mit dem Islamischen Staat verbundene radikale Salafistengruppe „Sheik-Omar-Hadid-Brigade“ übernahm die Verantwortung für den Beschuss. Es war der erste Angriff mit einer schweren Gradrakete auf die Stadt Aschdod seit dem Ende des Gazakonflikts im August 2014. Die Salafisten bezeichneten ihre Attacken als Vergeltung für den Tod einer 18-jährigen Palästinenserin, die beim Versuch erschossen wurde, einen israelischen Soldaten in Hebron mit einem Messer anzugreifen, als auch, um eine arabisch-israelische Frau zu ehren, die derzeit vor Gericht steht, weil sie angeblich vor hatte, sich dem IS anzuschließen.
Medien berichten von mehr als einer Rakete, die Richtung Israel geflogen sei. Ein Armeesprecher sagte, er könne diese Berichte nicht bestätigen.
Archivfoto: Edi Israel (Flash 90)




