Unsere Gesellschaft kennt vielfach ausschweifenden Lebensstil bis hin zum Drogenmissbrauch – kaum einer stößt sich in unserer liberalen Umwelt noch daran. Aber wie war das eigentlich vor tausenden Jahren? Sind die Dinge heute wirklich so viel schlimmer als früher? Die Hebräische Universität kam auf einer Podiumsdiskussion mit der Israelischen Altertumsbehörde zu der nüchternen Antwort: Nein.
Auf der Veranstaltung wurden archäologische Funde präsentiert, die belegen sollen, dass es schon damals sexuelle Ausschweifung und den Gebrauch von Betäubungsmitteln gab. Texte und Inschriften lassen erkennen, dass die antiken Kulturen zumindest alles andere als prüde waren.
Tali Ornan erklärte, dass zu biblischen Zeiten in den Nationen und Kulturen, die Israel umgaben, Dinge üblich waren, die selbst in unserer heutigen Gesellschaft als unzüchtig gelten. Zum sexuellen Umgang unter Männern sei, besonders im kultischen Rahmen, offen ermutigt worden. Auf Tongefäßen und Inschriften aus dieser Zeit finden sich viele pornografische Darstellungen. Guy Stiebel von der Universität Tel Aviv wies darauf hin, dass bei den Römern zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen der Phallus ein übliches dekoratives Element darstellte. Unentgeltlicher Sex zur Unterhaltung sei beliebt gewesen, so die Forscher.
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