Da wollte Petrus Zuschauer sein; nur zusehen wie Jesus vor dem Hohen Rat verurteilt wird. Da aber kommt ein Hausmädchen, die sind ja von Natur aus neugierig, und petzt: „Der da gehört auch zu Jesus!“ Erschrocken ruft Petrus auf Galiläisch: „Lo jadati ät-ha-isch! Ich kenne diesen Menschen nicht“.
Hätte er doch nur den Mund gehalten, denn nun kamen die anderen Gaffer und riefen: „Ja, der da gehört auch zu dem Nazarener! Sein Dialekt verrät ihn!“ (Matthäus 26,73).
In Israel reden alle Ivrith. Doch jeder redet Ivrith mit Akzent. Daran erkennt man, woher er eingewandert ist. Sein Akzent verrät ihn. Juden aus Amerika sprechen Ivrith als rollten sie es aus der Prärie heran; russische Juden reden mit viel Spucke; Juden aus Frankreich reden mit Singsang und Juden aus Äthiopien lispeln. Deutsche Juden erkennt man daran, dass sie nicht flüssig Ivrith sprechen können.
Doch die Sprache verrät noch mehr, sie verrät z.B. beim Gespräch am Telefon, wo man sich nicht sehen kann, auch das ungefähre Alter, denn Jugendliche benutzen Trendworte, die Ältere nicht kennen. Trend ist, was alle machen und Individualismus heißt heute, dass man alles tut, was die anderen tun – bloß einzeln. Alle Menschen möchten berühmt sein, und wenn es nur für fünf Minuten ist. Dafür machen sie alles, was gerade Mode ist.
In diesem Sog leben wir. Da ist es nicht leicht, gegen den Strom zu schwimmen. Müssen wir überhaupt gegen den Strom schwimmen? Mit der Botschaft, die uns Gott aufgetragen hat, müssen wir ohne Wenn und Aber immer gegen den Strom schwimmen. Nur die Art und Weise wie wir gegen den Strom schwimmen, bleibt dem Trend überlassen.
Hier stellt sich die Frage: „Wem gehorchen wir mehr? Gott als unserem Dienstherren, damit wir Seine Botschaft so rüberbringen, dass die Welt sie versteht und annimmt oder folgen wir einer Tradition, die vor 50 Jahren gut war, heute aber keiner mehr versteht?
So wie mein alter Anzug von vor 50 Jahren heute altmodisch ist, ich aber als Mensch darin unverändert bin und immer noch Gottes Bote bin, genauso ist es mit unserer Zeitschrift Israel Heute. Ihre Botschaft ist nach wie vor Gottes Botschaft. Damit schwimmen wir weiter gegen den Strom, das heißt „NAI bringt auch das, was andere weglassen!“




