Eine neue Eliteeinheit, zusätzliche Infanterie auf Luftwaffenstützpunkten und mögliche Verlegungen von Spezialeinheiten. Israel zieht Konsequenzen aus dem schlimmsten Sicherheitsversagen seiner Staatsgeschichte. Ein Land, das immer wieder um sein Überleben kämpfen musste, passt seine Verteidigung erneut an und erinnert damit an eine Erfahrung, die tief in seiner biblischen Geschichte verwurzelt ist. Der 7. Oktober 2023 hat Israel nicht nur militärisch erschüttert. Das Massaker offenbarte auch, wie verwundbar selbst ein hochgerüsteter Staat werden kann, wenn Warnungen nicht rechtzeitig in wirksame Maßnahmen umgesetzt werden. Die Antwort darauf ist eine umfassende Neuausrichtung der Sicherheitskonzepte. Besonders deutlich zeigt sich das bei der israelischen Luftwaffe.
Im Zentrum steht die neue Eliteeinheit „Arad“, die ausschließlich aus weiblichen Kämpferinnen bestehen soll. Ihr erster Ausbildungsjahrgang mit mehreren Dutzend Soldatinnen steht nach mehr als acht Monaten Ausbildung vor dem Abschluss. Die Einheit ist dem Luftwaffenverband Wing 7 zugeordnet, in dem auch die Spezialeinheiten Shaldag und 669 zusammengefasst sind.
Ihr Auftrag geht über die klassische Bewachung militärischer Anlagen hinaus. Geplant sind sichtbare und verdeckte Patrouillen, die Aufklärung verdächtiger Aktivitäten, die Abwehr von Drohnen...
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