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Trumps Nahostreise via Rom, Jerusalem und Riad

Wird US-Präsident Donald Trump bei seinem anstehenden Besuch in Israel allen Erwartungen zum Trotz überraschen?

Bild: US-Präsident Donald Trump empfängt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus im Februar dieses Jahres (Foto: AviOhayon/GPO)

„Toleranz ist der Grundstein für Frieden und aus diesem Grund bin ich bereit, eine historische und bedeutende Meldung mit euch zu teilen“, sagte vor wenigen Tagen US-Präsident Donald Trump, als dieser seine Nahostreise offiziell ankündigte. Seine erste Reise als US-Präsident widmet Trump dem schwierigsten Konflikt. Dafür besucht Trump Rom, Jerusalem und Riad. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger US-Präsident Barack Obama, der während seiner ersten Nahostreise Jerusalem übersprungen und sich nur auf die islamische Welt und Ohren konzentriert hatte, versteht Trump einen wichtigen Punkt, den Obama damals verpasst hatte. Die Religion ist ein integraler Faktor in der Nahost-Politik. Um eventuell eine reale Friedenslösung im Nahen Osten zwischen Israel und den arabischen Nationen zu finden, müssen alle drei Religionen eine Rolle mitspielen.

Der Nahostkonflikt ist kein politischer Konflikt, auch wenn die europäischen Länder anderer Meinung sind, so hängt eine politische Friedenslösung, wenn es diese wirklich gibt, von den geistlichen Führern aller drei Religionen ab. Trumps Besuch in den drei religiösen Metropolen Rom, Jerusalem und Mekka symbolisiert den Zuschauern im Nahen Osten, dass Trump den religiösen Wert politischer Entscheidungen im Nahen Osten versteht. Ob dies in den geschlossenen Gesprächen in Rom, Jerusalem und Riad wirklich auf dem Tisch liegen wird, kann bezweifelt werden, aber das ist wiederum ein anderes Thema.

Hier in Israel hört man von allen drei Religionsvertretern häufig, wie wichtig die Rolle der Rabbiner, Bischöfe und Muftis in einer politischen Friedenslösung ist. Denn wer den Konflikt im Nahen Osten bestimmt, ist die Religion, entweder die Bibel bestimmt Israels Agenda oder der Koran die palästinensische Agenda.

Man kann Trump viel nachsagen, er sei impulsiv, naiv, unberechenbar, man könne von ihm nichts erwarten. Kann alles stimmen, aber von seinem Vorgänger Obama wurde so viel im Nahen Osten erwartet, doch am Ende hat nichts funktioniert. Wer weiß, vielleicht wird bei Trump ebenso das Gegenteil eintreten und der Nahen Osten besser funktionieren?

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Patrick Callahan

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