Wie viel Judenhass im Internet ist echt und wie viel wird künstlich erzeugt? Diese Frage bekommt nach ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Rechenzentren eine neue Brisanz. Plötzlich sollen israelfeindliche Hetze, antisemitische Kommentare und politische Propaganda in den sozialen Netzwerken deutlich zurückgegangen sein. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht sogar von einem Rückgang feindseliger russischer Online-Aktivitäten gegen Israel um 60 Prozent. Sollte sich das bestätigen, wäre es ein alarmierender Hinweis darauf, wie gezielt ausländische Akteure den Hass auf Israel und Juden verstärken können. Doch es gibt einen entscheidenden Haken: Die bislang auffälligsten Messdaten betreffen Suchmaschinenprogramme und nicht nachweislich politische Hetzaccounts. Hat die Ukraine mit ihren Drohnen tatsächlich einen Teil der digitalen Hassmaschinerie getroffen oder wird hier aus einer technischen Störung vorschnell ein politischer Triumph gemacht?
Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Rechenzentren berichtet Netanjahu von einem drastischen Rückgang antisemitischer Online-Aktivitäten. Doch Experten bezweifeln, dass die verbreiteten Zahlen tatsächlich das Verschwinden politischer Bots belegen. Ukrainische Drohnenangriffe störten drei Rechenzentren des russischen Technologiekonzerns. Gleichzeitig berichteten Nutzer und Forscher von einem Rückgang...
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