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Jüdisch- israelische Jugendliche werben für arabische Sprache

In der nächsten Woche wird eine Gruppe von 150 jüdischen Schülern mit der Jerusalemer Straßenbahn fahren und dort nur Arabisch sprechen. Diese noble Initiative wurde von einigen Organisationen und Journalisten so dargestellt, als ob es in Israel ein schreckliches Rassismusproblem gäbe.

In der nächsten Woche wird eine Gruppe von 150 jüdischen Schülern mit der Jerusalemer Straßenbahn fahren und dort nur Arabisch sprechen. Diese noble Initiative wurde von einigen Organisationen und Journalisten so dargestellt, als ob es in Israel ein schreckliches Rassismusproblem gäbe.

Die Aktion wurde von einer Bewegung organisiert, die sich Tag Meir nennt und mit ihrem Namen auf die Preisschild-Bewegung (Tag Mechir) anspielt, die in Israel Angriffe gegen Araber verübt. In den letzten Jahren wurden immer wieder anti-arabische Graffitis in arabischen Dörfern entdeckt und Autoreifen von Arabern von jüdischen Jugendlichen aufgeschlitzt.

„Wir wollen den Arabisch sprechenden Bürgern Jerusalems Stolz geben“, sagte einer der Organisatoren, Merav Livneh-Dill zur Times of Israel. „Das Ziel ist, Arabisch in öffentlichen Plätzen zu erlauben und zu legitimieren, und denen, die es sprechen wollen, die Angst zu nehmen.“

Nachdem die Straßenbahn an der Endhaltestelle auf dem Berg Herzl ankommt, werden die Schüler mit Vertretern des Bildungsministeriums zusammentreffen, und eine gemeinsame Zeremonie auf Hebräisch und Arabisch halten.

Auch wenn diese Initiative positiv ist und wieder einmal zeigt, dass Israel kein Apartheitsstaat ist, könnte sie das Problem doch falsch darstellen.

Es ist nicht so, dass Araber Angst haben, ihre Sprache in jüdisch dominierten Stadtteilen zu sprechen und dies deswegen nicht tun.

Das Einkaufszentrum neben meinem Haus, in dem zumeist Juden einkaufen, ist auch bei Arabern beliebt, diese sprechen Arabisch und es scheint niemanden zu stören. Genauso in der Straßenbahn, die durch arabische Stadtteile fährt und in denen Araber nicht selten in ihr Telefon schreien.

Erst letzte Woche saß ein Mann neben mir im Bus, der sehr laut auf Arabisch telefonierte. Er hatte offensichtlich keine Angst und die Juden um uns herum schienen sich nicht an ihm zu stören.

Solche Initiativen, wie es sich die Schüler ausgedacht haben, sind eine gute Sache, aber sie sollten in ihrem Kontext dargestellt werden. Die Mehrheit der Israelis hat kein Problem mit Arabern, die Arabisch sprechen und die wenigen Extremisten, die doch eins haben, werden von solchen Aktionen wenig beeindruckt sein.

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Patrick Callahan

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