Jona der Prophet – Teil 1

Eine Achse Zwischen Noah Und Jesus

von | | Themen: Jona
Der Hafen von Jaffa heute. Foto: Liron Almog/FLASH90

Nicht nur die Person, sondern auch die Bedeutung seines Namens ist wie ein Leitgedanke in der Verbindung zwischen Noah und Jesus. Jona bedeutet auf Hebräisch Taube. Jona ist wie der Vogel selbst ebenfalls ein Bote. Während der Sintflut ist die Taube der Bote der bevorstehenden Rettung und erneuten Zuwendung Gottes. Nach der Taufe Jesu im Jordanfluss öffnete sich der Himmel und der Geist Gottes kam in Gestalt einer Taube herab. Zwischen diesen beiden Ereignissen ist der Prophet Jona die Achse. Dies verrät nicht nur sein Name, sondern ebenso sein Ruf und sein Dienst. Außerdem steht der Name seines Vaters Amittai (יוֹנָה בֶן-אֲמִתַּי) für „wahrer Gott“ oder „Gott der Wahrheit“. Jona erinnert daran, dass Gottes Verheißungen für die gesamte Menschheit gültig sind und nicht nur für eine Nation.

Beim Buch Jona handelt es sich nicht um eine weitere historische Erzählung, auch ist keine Datierung wichtig, nicht einmal der Name des Königs von Ninive wird erwähnt. Es geht um eine geistliche Botschaft, die erst am Ende in den Worten Jonas zum Ausdruck kommt: „Denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und reich an Huld und dass deine Drohungen dich reuen.“

Mit diesen Worten begründet Jona im Nachhinein seine Flucht vor Gott, die in der ersten Hälfte des Buches geschildert wird. Jona steigt im Hafen von Jaffa (heute die Gegend von Tel Aviv) auf ein Schiff und flieht in die entgegengesetzte Richtung, gen Westen, nach Tarsis. Starke Winde lassen im Mittelmeer einen mächtigen Sturm aufkommen. Angst überfällt die Seeleute, jeder wendet sich an seinen Gott. Zur selben Zeit ist Jona im unteren Schiffraum eingeschlafen. Der Kapitän findet Jona, weckt ihn und sagt, er soll dringend seinen Gott anrufen, damit dieser sich zusammenreißt/reaktiviert (להתעשת), damit die Menschen auf dem Schiff nicht verloren gehen.

Sie werfen alle ein Los (Schicksal), um den Auslöser für den Sturm zu finden. Das Los fällt auf Jona. Sie verhören ihn. Warum hat sie das Böse überfallen? Was hat er angerichtet? Aus welchem Land kommt er? Welchem Volk gehört er an? „Ich bin ein Hebräer und fürchte den Gott des Himmels, der Wasser und Land gemacht hat.“ Angst überfiel die Seeleute. Sie fragten ihn, was er angerichtet habe. Sie wussten, dass er vor dem Angesicht Gottes geflohen war, denn dies sagte ihnen Jona. Er schlug ihnen vor, ihn ins Meer zu werfen, damit sich das Wasser beruhige. Dieser Sturm tobt wegen mir, erklärte Jona. Anstatt Jona sofort über Bord zu werfen, versuchten sie zunächst, ans Ufer zurückzurudern, aber der Sturm war zu mächtig. Daraufhin schrien sie zu Gott (יהוה), er solle sie nicht wegen Jona untergehen lassen. Sie seien unschuldiges Blut und Gott mache, was ihm gefällt. Sie warfen Jona ins Meer und das Meer beruhigte sich. Damit endet Kapitel eins.

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