Israel Heute Morgen

Heute bin ich relativ früh in Jerusalem angekommen, das lag aber nicht daran, dass sich die Autofahrer an den neuen Tunnel gewöhnt haben, das haben sie nicht, noch immer staut es sich vor der Einfahrt in den Tunnel. Ein paar Worte über nicht viel Neues in Israel: Netanjahu und die Affären, der neue Freund im Weißen Haus, vier Tote bei einem schweren Unfall, leere Versprechen für Amona und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute bin ich relativ früh in Jerusalem angekommen, das lag aber nicht daran, dass sich die Autofahrer an den neuen Tunnel gewöhnt haben, das haben sie nicht, noch immer staut es sich vor der Einfahrt in den Tunnel. Ich bin einfach etwas früher als sonst von zuhause losgefahren. Dabei konnte ich während der Fahrt einen wunderschönen Sonnenaufgang bewundern. Über den Bergen von Jerusalem war der Himmel rot. Jetzt sitze ich im Büro und schaue aus dem Fenster. Der Himmel ist strahlend blau. Heute soll es noch etwas wärmer werden als gestern. Der Höhepunkt ist dann für morgen angesagt, mit Temperaturen von über 20 Grad fast überall im Land. In Tel Aviv soll es mit 26 Grad sommerlich warm werden. Allerdings hat man uns auch Wolken und starke Winde aus dem Osten versprochen, der Regen wird zurückkehren, Das Wochenende soll dann wieder winterlich kalt werden mit der Möglichkeit von Schnee auch auf den Gipfeln in Galiläa.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem weiteren Temperaturanstieg, für die Jahreszeit zu warm. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 15 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 17 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad , am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt unverändert bei -213.455 m unter dem Meeresspiegel.

Auf der Fahrt nach Jerusalem habe ich mir Gedanken darüber gemacht, über was ich Ihnen heute schreiben soll. Die aktuellen Nachrichten haben nichts Neues gebracht. Noch immer redet man über Netanjahu und seine verschiedenen Affären, die man kurz Akte 1000 und Akte 2000 nennt, zum einen die Sache mit den teuren Geschenken, zum anderen der Skandal um das Gespräch mit dem Herausgeber der Zeitung Jediot Achronot. Und jetzt habe ich schon gehört, dass es auch die Akten 3000 und 4000 geben soll. Um was es dabei genau gehen soll, ist mir noch nicht bekannt. Zwei Beschuldigungen scheinen nicht ausreichend sein, um Netanjahu aus dem Spiel zu nehmen. Er sitzt noch sicher auf dem Stuhl, niemand aus den Reihen seiner Partei kritisiert ihn. „Es wird nichts sein, da nichts gewesen ist“, sagte Netanjahu nach den Anschuldigungen. Ich bin gespannt, ob er auch weiter politisch überleben wird.

Mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump hat Netanjahu einen wahren Freund im Weißen Haus. Dies wurde auch von den Amerikanern bestätigt. Man wolle die Freundschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Israel wieder vertiefen und zu den guten Beziehungen zurückkehren, so wie sie früher gewesen waren. Da kann man nur hoffen, dass die diversen Skandale um Netanjahu nicht die neue Idylle kaputtmachen werden. Auf der anderen Seite sollte man dazu stehen, wenn man Fehler gemacht hat. Wir sollten noch abwarten und die momentane Euphorie hier bei uns genießen.

Ich könnte Ihnen auch wieder von einem Verkehrsunfall erzählen, auch das ist leider nichts Neues in Israel. Gestern sind bei einem Unfall gleich vier Menschen ums Leben gekommen. Ein Auto mit drei jungen Insassen stieß frontal mit einem Minibus zusammen. Die drei 16 bis 17 Jahre alten Jugendlichen waren sofort tot. Auch eine 58 Frau, die in dem Minibus sass, überlebte den Unfall nicht. Die Statistiken sind auch in diesem Jahr schlecht. Seit Beginn des Jahres sind bereits 25 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, pro Tag stirbt im Durchschnitt ein Mensch auf der Strasse. Was soll man dazu noch sagen?

Und dann wäre da noch Amona. Die Siedlung ist wieder in den Schlagzeilen, gestern hat das Gericht angeordnet, die Vorbereitungen auf den neuen für die Bewohner Amonas vorgesehenen Grundstücken sofort einzustellen. Die von der Regierung angebotene Lösung kann nicht durchgeführt werden, die Bewohner von Amona sind wütend und planen nun, sich gegen die Räumung ihrer Siedlung zu wehren, davon schrieb ich Ihnen ja gestern schon. Irgendwie hatte ich es auch nicht verstanden, wie man Grundstücke anbieten konnte, obwohl man wusste, dass sich die Besitzer früher oder später melden würden. Als hätte die Regierung einfach nur auf Zeit spielen wollen in der Hoffnung, dass es eine gewisse Zeit dauern würde, bis die Grundstücksbesitzer ausfindig gemacht werden würden. Doch dieses Glücksspiel hat nicht geklappt. Wie wird es nun weitergehen? Das Gericht wird kaum einer weiteren Aufschiebung der Räumung zustimmen.

Sie sehen, auch wenn es nicht viel Neues gibt, ist es doch nie langweilig hier bei uns im Land, leider. Jetzt muss ich mich um die Nachrichten für unsere wöchentliche Zusammenfassung kümmern, die Sie dann morgen hier auf unserer Internetseite sehen können. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und wunderbaren Dienstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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