Ein Scheich spricht von Liebe und von Frieden

Juden zu hassen, ist die Grundhaltung der palästinensischen Bevölkerung, besonders bei der jungen Generation. Aber es geht auch anders. Scheich Mahmoud Jaber ist einer von denen, die früher die Juden hassten, heute aber Liebe und Frieden propagieren. „Liebe alle, hasse niemanden!“, lautet sein Motto.

von |

Juden zu hassen, ist die Grundhaltung der palästinensischen Bevölkerung, besonders bei der jungen Generation. Man begründet das damit, dass Israel den Palästinensern das Land gestohlen habe. Um es aus den Händen der Zionisten zu befreien, gelten alle Mittel als legitim. Dieser Hass wird in den palästinensischen Medien, Schulen und Moscheen kultiviert. Dabei sind viele Palästinenser niemals einem Israeli persönlich begegnet. Aber es geht auch anders. Scheich Mahmoud Jaber ist einer von denen, die früher die Juden hassten, heute aber Liebe und Frieden propagieren. „Liebe alle, hasse niemanden!“, lautet sein Motto.

„Als ich jung war, wollte ich die Juden abschlachten“, erzählte Scheich Mahmoud Jaber (49) in einem offenen Gespräch mit Israel Heute. „So wurden wir erzogen. Juden dürfen nur gehasst werden.“ Wie er heute palästinensische Kinder wahrnimmt, erinnert ihn an seine eigene Kindheit und Jugend. In den 1980er Jahren plante der 17‑Jährige zusammen mit einem 16‑jährigen Freund einen Terroranschlag. Sie wollten am Eingang einer israelischen Militärbasis ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft jagen. Als sie sich der Absperrung näherten, hielt eine Patrouille neben ihnen. Die Soldaten fragten die beiden, was sie am Sperrzaun zu suchen hätten. Sie gaben an, nach Lebensmitteln Ausschau zu halten. Sofort besorgte ihnen einer der israelischen Soldaten eine warme Mahlzeit aus der Kantine.

Diese Begebenheit vor gut 30 Jahren bewirkte die Wende in seinem Herzen. Der Scheich erzählte uns, wie er alles andere erwartet hatte, aber nicht solch eine Reaktion. „Mein Freund und ich haben uns angeschaut. Wir dachten dasselbe. Ich sagte zu ihm: Wir können doch keinen Menschen töten, der uns Gutes getan hat. Er hätte uns erschießen können. Statt dessen hat er uns geholfen. Vielleicht sind die Israelis ja gar nicht so schrecklich? Von da an suchte ich nach der Wahrheit. Alles, was uns erzählt wurde, war falsch.“

Im Zuge der ersten Intifada (1989) wurde Mahmoud Jaber zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er nachweislich einer Terrororganisation angehörte. Die Strafe nennt er heute eine „Kleinigkeit“. Er freut sich: „Allah hat mich davor bewahrt, Menschen zu töten.“

Bild: Scheich Jaber. Das Bild wurde uns von seinem Freund per WhatsApp geschickt. Ein vereinbartes Treffen mit ihm fand nicht mehr statt, da er kurz zuvor vom Palästinensischen Sicherheitsdienst der Zusammenarbeit mit Israel beschuldigt und festgenommen wurde.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der kommenden Dezember-Ausgabe von Israel Heute!

Jetzt sichern!

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox