Hier hätten auch Kinder stehen können. Die Einschlagsstelle der Rakete im Stadion von Netivot (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)
Gestern „regnete“ es geradezu Mörsergranaten und Raketen aus dem Gazastreifen. Während des gesamten Tages gab es immer wieder Raketenalarme in den Orten des westlichen Negev.
Den ersten „Roten Alarm“ gab es gestern um 7 Uhr früh. Der Tag begann mit 27 Mörsergranaten, die vom Gazastreifen aus nach Israel abgeschossen wurden. Doch das war erst der Anfang des unruhigsten Tages seit dem Gazakrieg vor fast genau vier Jahren. Bis heute früh gegen 5 Uhr morgens wurden nicht weniger als 130 Raketen und Mörsergranaten auf israelische Orte im westlichen Negev abgeschossen.
Jeder Beschuss aus dem Gazastreifen wird mit einem Angriff der israelischen Armee beantwortet, der wiederum einen weiteren Raketenangriff aus dem Gazastreifen zur Folge hat. Und immer so weiter. Es schien so, als wollte jede Seite das letzte Wort haben.
Die meisten Raketen und auch Mörsergranaten konnten von der „Eisernen Kuppel“ abgefangen werden, aber nicht alle. So wirde in einem Kibbutz ein Haus getroffen. Wie durch ein Wunder waren die Bewohner zum Zeitpunkt des Einschlages nicht zuhause.
Die Rakete hat vor dem Haus einen Krater hinterlassenGlück hatte auch eine Gruppe von Jugendlichen in der Stadt Netivot, wo eine Rakete nur wenige Meter von ihnen entfernt im städtischen Stadion explodierte.
Rakete explodiert in Netivot
Wäre es etwas früher gewesen, zu einer Zeit, wo Kinder noch auf dem Platz spielten, hätte es zu einer Tragödie kommen können.
Berichten zufolge sollen sechs Israelis bei den Angriffen aus dem Gazastreifen leicht verletzt worden sei, darunter auch drei Soldaten. Sie wurden durch Splitter verletzt, als eine Rakete im Landkreis Eshkol explodierte.
Heute wurden die Bewohner im Süden dazu aufgerufen, ihrem Alltag nachzugehen. Auch in den Kindergärten und Schulen findet der Unterricht statt. Allerdings solle man Versammlungen von vielen Menschen vermeiden und sich nicht weiter als 15 Sekunden von einem Sicherheitsraum entfernen.




