Noch zu Lebzeiten seines Vaters Usija begann Jotams Regentschaft über das Königreich Juda. Usija war nämlich an Aussatz erkrankt. Jotam wirkte als Finanzminister und Richter. Den Königstitel führte Jotam erst nach dem Tod des Vaters, von dem er ein stabiles Königreich übernahm.
Da war er 25 Jahre alt, er regierte 16 Jahre. „Er baute auch Städte auf dem Gebirge Juda; und in den Wäldern baute er Burgen und Türme.“ (Chronik 27) In Jerusalem baute er am Tempel weiter: „Er baute das obere Tor am Hause des HERRN; auch an der Mauer des Ophel baute er viel.“
Außenpolitisch versuchte Jotam, östlich des Jordans neue Beziehungen zu knüpfen und stärkte die von seinem Vater eroberten Gebiete in Edom. „Und er stritt mit dem König der Kinder Ammon und überwältigte sie, also dass ihm die Kinder Ammon in jenem Jahr hundert Talente Silber und zehntausend Kor Weizen und zehntausend Kor Gerste gaben. Solches entrichteten ihm die Kinder Ammon auch im zweiten und dritten Jahr.“
Geopolitische Wendungen in der Region übten Druck auf das Königreich Juda aus. Das Königreich Assyrien wurde Weltmacht und erobert Gebiete im nördlichen Königreich Israel. Das nördliche Königreich wurde politisch schwach und deswegen instabil. Aber König Jotam gelang es, Stabilität in seinem Königreich zu wahren. Pekeach, der König von Israel, und Rezin, der König der Aramäer, verbündeten sich gegen Assyrien. Auch wollten sie damit das südliche Königreich Juda schwächen. Sie unterstützten die Ammoniter in ihrem Aufstand gegen das Königreich Juda.
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