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MitgliederDie stille Revolution

Wann wird aus gelungener Integration eine strategische Schieflage? Darf man so eine Frage in Israel überhaupt noch stellen, ohne sofort missverstanden zu werden?

Arabische Busfahrer – darunter arabische Staatsbürger Israels und Personen mit dauerhaftem Wohnsitz in Ostjerusalem – machen etwa 90 % der Beschäftigten im Busverkehr in Jerusalem und etwa 60 % in Haifa aus. Foto: Nati Shohat/Flash90

Der 7. Oktober hat viele Gewissheiten erschüttert. Seither betrachten viele Israelis ihre Gesellschaft mit anderen Augen. Es geht dabei nicht um Misstrauen gegenüber arabischen Mitbürgern, sondern um eine unbequeme Frage, die kaum öffentlich diskutiert wird: Wie viel Integration stärkt den Staat und ab welchem Punkt muss auch über Ausgewogenheit, Resilienz und nationale Verantwortung gesprochen werden?

Auf Instagram stieß ich neulich auf ein Video, das in einem Fernbus von einem Passagier aufgenommen worden war. Der voll besetzte Bus war von Jerusalem nach Haifa unterwegs. Das Video bewies, dass der Fahrer fortwährend sein Mobiltelefon benutzte. Er telefonierte, arbeitete Internet-Links ab, las und verschickte Nachrichten. Die Fahrgäste forderten ihn auf, damit aufzuhören, doch er ließ sich nicht davon abbringen. Zum Glück passierte nichts, aber einige Fahrgäste beschwerten sich anschließend bei dem Verkehrsunternehmen.

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Patrick Callahan

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