Israel liefert dem Südsudan militärische Unterstützung
Dienstag, 10. April 2012
Einem Bericht der südsudanesischen Zeitung Al-Intiba zufolge landen täglich israelische Militärflugzeuge im Südsudan. Auch werde die sudanesische Volksbefreiungsarmee von Israel trainiert und ausgerüstet, so die Zeitung. Es wird weiterhin vermutet, dass die israelische Ausrüstung dabei geholfen habe, einen (nord-) sudanesischen Kampfjet abzuschießen, der Ölfelder im Süden des Landes bombardierte. Israel hat in letzter Zeit seine Bemühungen für Allianzen mit christlichen Ländern in Afrika intensiviert, da diese verlässliche Partner im Kampf gegen Al-Qaida und Islamismus seien. Israel war auch eines der ersten Länder, das den Südsudan anerkannt hat, als das Land im Juli 2011 seine Unabhängigkeit vom Norden erklärte.
Günter Grass: „Atommacht Israel bedroht den Weltfrieden“
Donnerstag, 5. April 2012
In Israel ist man über das Gedicht „Was gesagt werden muss“ des deutschen Literaturnobelpreisträgers Günter Grass empört, der Israel darin als größte Gefahr für den Weltfrieden beschreibt. Überdies forderte er Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, Israel nicht mit der Lieferung von weiteren U-Booten zu unterstützen, denn es könnte damit den Iran angreifen und die Deutschen wären indirekt Mithelfer in einem Krieg gegen den Iran.
Palästinenser ehren antisemitische Journalistin Helen Thomas
Mittwoch, 4. April 2012
Die palästinensische Vertretung in den USA hat die Journalistin Helen Thomas (91) für ihren Einsatz gegen die israelische „Besatzung” gewürdigt. Als die Fernsehreporterin 2010 vor laufender Kamera sagte, dass die Juden aus Palästina verschwinden sollten, musste sie ihre langjährige Karriere aufgrund starker internationaler Kritik beenden. Auf Nachfrage, wohin die Juden denn sonst gehen sollten, antwortete Thomas damals: „Sie sollen dorthin gehen, woher sie gekommen sind, Deutschland, Polen, Amerika oder sonst wohin. Die Palästinenser leben unter Fremdherrschaft, denn es ist ihr Land.“ Dass die palästinensische Führung Helen Thomas (im Bild mit US-Präsident Barack Obama) jetzt ehrt, wird von den Medien kaum wahrgenommen und es wird auch nicht dazu führen, die Palästinenserführung als Friedenspartner zu diskreditieren.
Frankfurts neuer Bürgermeister ist jüdisch
Mittwoch, 28. März 2012
Am Montag wurde Peter Feldmann von der SPD in Frankfurt am Main zum ersten jüdischen Bürgermeister seit dem Jahr 1933 gewählt. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich gewinnen kann. Niemand hat damit gerechnet!”, erklärte der euphorische Sieger, der nach seinem Abitur für einen Auslandsaufenthalt nach Israel ging. „Es zeigt die Stärke unserer offenen und liberalen Stadt,” fügte Feldmann hinzu.
In Frankfurt leben heute etwa 7000 Juden, vor dem Krieg waren es über 30.000. Die Stadt war immer ein wichtiges jüdisches Zentrum und wurde 1924 bis 1933 vom jüdischen Bürgermeister Ludwig Landmann regiert. Dieser brachte neuen Glanz nach Frankfurt, indem er unter anderem das Waldstadion und großflächige Wohnprojekte errichtete.
Peres soll Pollard befreien
Mittwoch, 28. März 2012
Über 10.000 Israelis haben eine Petition an Israel Präsident Schimon Peres gerichtet, in der sie fordern, dass er den seit 26 Jahren in Haft in den USA sitzenden Jonathan Pollard freihandelt. Das soll geschehen, bevor er die US-amerikanische Auszeichnung „Medaille der Freiheit“ annimmt. Unter den Unterzeichnern befinden sich israelische Politiker, Künstler und politische Organisationen. Obwohl Pollard der Spionage überführt wurde, ist seine Haftstrafe im Vergleich zu Spionen aus anderen Ländern zu lang. Alle Bemühungen der israelischen Regierung, ihn zu befreien, waren bis jetzt erfolglos. Die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama gab den israelischen Aktivisten jedoch neue Hoffnung. Auf einer Konferenz vor einigen Tagen erklärte er, dass er in diesem Sommer die Friedensmedaille an Schimon Peres überreichen möchte. Diese Medaille ist die höchste Auszeichnung, die ein Zivilist in den USA bekommen kann.
Toulouse-Opfer in Israel begraben
Mittwoch, 21. März 2012
Die vier Leichname des Massakers von Toulouse wurden nach Israel geflogen, um in Jerusalem bestattet zu werden. Nach einer Zeremonie in der Ozar HaTorah-Schule fand das Begräbnis auf dem Givat Shaul-Friedhof statt. Tausende Menschen wohnten der Gedenkzeremonie bei, unter ihnen auch der französische Außenminister Alain Juppe (siehe Bild, 2.v.r. mit dem israelischen Außenminister Danny Ayalon l.). Der Vorsitzende der französischen Juden rief die Juden in Frankreich auf, die Furcht nicht die Überhand gewinnen zu lassen. Knessetsprecher Reuven Rivlin sagte in seiner Grabrede: „In Toulouse und Jerusalem, in New York und Buenos Aires stehen Juden an unserer Seite mit Schmerz tief in ihren Herzen und Tränen in ihren Augen. Wir stehen heute vor kleinen, stillen Körpern, vor kleinen Gräbern...Das jüdische Volk wird noch vielen verrückten Mördern begegnen müssen, die keinen Unterschied machen, ob sie einen jüdischen Siedler, einen linksgerichteten Israeli oder ein Kind vor sich haben.“
Attentat vor Schule in Toulouse
Dienstag, 20. März 2012
Ein noch unbekannter Täter hat in Toulouse einen 30-jährigen jüdischen Lehrer aus Jerusalem und drei jüdische Kinder im Alter von 4, 5 und 7 Jahren vor der jüdischen Schule erschossen. Die Opfer sind Rabbiner Jonathan Sandler (siehe Bild), seine Söhne Gabriel (4) und Arieh (5) und die siebenjährige Miriam Monsonego. Es handelt sich bei dem Täter höchstwahrscheinlich um einen ehemaligen Soldaten mit rechtsextremen Einstellungen. Die israelische Botschaft in Paris setzte sich mit den in Israel lebenden Angehörigen der Opfer in Verbindung und wird deren Wunsch, die Toten im Heiligen Land beizusetzen, nachgehen. Die Regierung entschied, die Särge so schnell wie möglich nach Israel überführen zu lassen und arbeitet diesbezüglich mit diplomatischen Vertretern sowie den französischen Behörden zusammen. Dieses Attentat weist auf den antisemitischen Trend in Frankreich hin, weswegen immer mehr Juden Frankreich verlassen und nach Israel einwandern.
Andere Töne aus Washington
Freitag, 9. März 2012
Während Israels Ministerpräsident Netanjahu erklärte, dass ein israelischer Militärschlag auf die iranischen Atomwerke nicht unmittelbar bevorstehe, aber auch nicht auf die nächsten Jahre verschoben wird, äußert sich US-Verteidigungsminister Leon Panetta (siehe Bild) konkreter und direkter als sein Präsident. „Die USA haben militärische Pläne gegen den Iran. Ein amerikanischer Angriff ist besser als ein israelischer“, so Panetta in einem Interview mit National Journal am Donnerstag.
Augenlicht aus Zion
Donnerstag, 8. März 2012
Der hippokratische Eid bekommt in Ländern wie Nepal, Myanmar, Kambodscha oder Äthiopien eine neue Bedeutung. Israelische Augenchirurgen operieren blinde Menschen, die eine solche Behandlung nicht bezahlen können. Die Organisation Eye from Zion („Auge aus Zion“) wurde von dem israelischen Geschäftsmann Nati Marcus gegründet.
Netanjahu zum US-Kongress: „Israel handelt auch im Alleingang“
Mittwoch, 7. März 2012
Der Besuch von Ministerpräsident Netanjahu in den USA war in den Augen vieler ein Erfolg. In seiner Rede vor dem US-Kongress betonte Netanjahu, dass Israel bei Krisensituationen letztendlich immer selbstständig gehandelt habe. Schon David Ben Gurion hat gegen den Willen der USA den Staat Israel 1948 ausgerufen.
Netanjahu: „Ich habe noch nicht entschieden, ob wir angreifen“
Dienstag, 6. März 2012
Im Gegensatz zu dem warmherzigen Treffen zwischen dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama und dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres am Tag zuvor in Washington, wirkte die gestrige Begegnung Obamas mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eher unterkühlt; Lobesworte wurden dabei nur sparsam verwendet. Netanjahu erwartete von den Amerikanern, dass sie ihm klar die „rote Linie“ vorgeben, ab wann ein Militärschlag gegen den Iran erfolgen wird.
Obamas pro-israelische Rede, heute das Treffen mit Netanjahu
Montag, 5. März 2012
Der US-amerikanische Präsident Barack Obama hat am Sonntag eine Rede vor dem American Israel Public Affairs Committee (AIPAC, dt.: „Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten“) in Washington gehalten. AIPAC ist eine pro-israelische Lobby mit 100.000 Mitgliedern, hauptsächlich Juden aus den Vereinigten Staaten. Präsident Obama verdeutlichte einmal mehr die soliden, „unerschütterlichen (unshakable) Beziehungen“ zwischen den USA und Israel.