Fatah-Jugendcamp nach Mörderin benannt

Dienstag, 31. Juli 2012 |  Kerstin Braun  

Die Organisation zur Überwachung der palästinensischen Medien „Palestinian Media Watch“ deckte auf, dass die palästinensische Fatah-Bewegung ein Jugend-Ferienlager in Jericho nach einer Terroristin benannt hat. Dalal Mughrabi war verantwortlich für eine der tödlichsten Attacken auf israelische Bürger. Im Jahre 1978 leitete sie eine Gruppe von 13 Palästinensern bei einer Busentführung, bei der 38 israelische Bürger, darunter 13 Kinder, getötet und 72 Personen verletzt wurden.

Das Camp Schwestern der Dalal Mughrabi soll, dem Gouverneur von Jericho, Majed Al-Fatiani, zufolge, eine Signalwirkung für kommende Generationen haben und das Opfer, dass die Terroristen brachten, ehren. „Wir müssen denjenigen, die sich für Palästina geopfert haben, treu bleiben und sie sollen für die Handlungen des ganzen Volkes ein Vorbild sein“, so heißt es in der öffentlichen Meldung in der palästinensischen Zeitung Al-Hayat Al-Jadida zur Einweihung des Sommerlagers. Nach Mughrabi wurden schon eine Platz in Ramallah, ein Computerzentrum, sowie weitere Sommercamps und Sportveranstaltungen benannt, alle stolz eingeweiht von keinem geringeren als Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Im sogenannten Westjordanland und dem Gazastreifen ist es keine Seltenheit, dass öffentliche Gebäude, Straßen und Schulen nach Terroristen benannt sind. Besonders Kindern und Jugendlichen wird eine Ideologie vermittelt, in der Mord und Terror als vorbildliche Tugenden und Pflichten eines jeden Palästinensers gesehen werden.

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