Immer mehr Probleme mit Flüchtlingen und Arbeitsmigranten

Freitag, 25. Mai 2012 |  Aviel Schneider  

In Israel werden über 60.000 afrikanische Eindringlinge gezählt. Anfänglich, vor sieben Jahren, handelte es sich hauptsächlich um sudanesische Flüchtlinge aus Darfur. Später sind ebenso Afrikaner aus Eritrea (34.000), Sudan (17.000), der Elfenbeinküste (3000), Kongo (2000) und Äthiopien über die Sinai-Halbinsel nach Israel eingedrungen, monatlich zwischen 1000 bis 2000 Afrikaner. Obwohl diese in den ausländischen Medien oft als afrikanische Flüchtlinge dargestellt werden, so haben bisher nur 650 Afrikaner gemäß internationalen und UNO Kriterien den offiziellen Flüchtlingstatus in Israel erhalten. Die afrikanischen Asylsuchenden leben hautsächlich im Süden Tel Avivs, was in den letzten Jahren zu steigenden Unruhen zwischen den israelischen Stadtbewohnern und den Eindringlingen aus Afrika führte. In bestimmten Stadtteilen von Süd Tel Aviv leben fast nur noch afrikanische Eindringlinge und ihre Familien. Diese schlafen auf den Straßen und in offenen Parks. Arbeiten ist ihnen verboten und Israels Regierung steht vor einem schwer zu lösenden Problem. Im israelischen Rundfunk erzählen Israelis aus der Nachbarschaft, dass sie sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf die Straße wagen. Die Kriminalität unter den afrikanischen Eindringlingen ist im letzten Jahr um 40 Prozent gestiegen. Am Mittwochabend demonstrierten über 1000 Israelis aus Süd Tel Aviv gegen die steigende Zahl afrikanischer Eindringlinge, die ihrer Ansicht nach den Charakter von Süd Tel Aviv ruinieren. Die israelische Polizei verhaftete 15 Israelis, die während des Protests Gewalt gegen Afrikaner anwendeten. Die Bürgermeister von Tel Aviv, Aschdod, Achkelon, Eilat und anderen Städten riefen Israels Regierung dazu auf, endlich eine Lösung vorzubringen. Andere Israelis sehen die afrikanischen Eindringlinge eher als Flüchtlinge an, denen geholfen werden muss, solange sie in Israel wohnen. In Israel streitet man sich darum, ob es sich wirklich um Flüchtlinge oder eher um Arbeitsmigranten handelt, für die ein Eindringen nach Europa immer schwerer wird. „Wenn wir den Sturm der afrikanischen Eindringlinge nicht sobald wie möglich stoppen, dann werden sie eines Tages 600.000 zählen“, warnte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einer Sondersitzung bezüglich steigender Kriminalität afrikanischer Eindringlinge. „Eine Gefahr, die den jüdischen Charakter und die Demokratie Israels storniert. Israels nationale Sicherheit und nationale Identität wird damit bedroht.“ Ein heißes Thema, worüber das Volk in den Medien debattiert.

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