Verbotener Ölhandel zwischen der Türkei und dem IS-Kalifat

Mittwoch, 23. Dezember 2015 |  NAI Redaktion

In Israel hat man sich seit einiger Zeit darüber gewundert, weshalb die Türkei und das Kalifat in Syrien und Irak relativ gut miteinander auskommen. Radikale Islamisten aus Europa und sogar aus Israel reisen über die Türkei in den Krieg nach Syrien. Die Türkei weigert sich, das islamische Kalifat mit Russland zu bekämpfen. Was verbindet IS-Dschihadisten und den türkischen Präsidenten Erdogan? Vor wenigen Wochen, nachdem die türkische Luftabwehr ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen hatte, verärgerte dies den russischen Präsidenten Putin, der zwischen den Sätzen bekanntgab, dass die Türkei von den IS-Dschihadisten Öl einkauft. In Moskau hat das russische Sicherheitsministerium Satellitenaufnahmen freigegeben und drei Schmuggelwege veröffentlicht, auf denen die Dschihadisten das Öl aus dem Kalifat in die Türkei transportieren. Russland beschuldigt Erdogan und seine Familie, die hinter dem verbotenen Ölhandel mit den Dschihadisten stehen.

Nun hat das norwegische Außenministerium in einer Untersuchung festgestellt, dass die Türkei zu den Kunden des Kalifats gehört. Dies veröffentlichte jüngst die norwegische Zeitung Klassekampen. Ihrer Aussage zufolge bestätigt der Report von der norwegischen Beratungsfirma für Öl und Gas Rystad Energy, dass die Türkei von den islamistischen Terroristen das Öl für einen sehr billigen Preis einkauft, zwischen 25 bis 45 US-Dollar pro Barrel. Und dies, obwohl der Ölpreis auf dem Schwarzmarkt laut Report zwischen 35 bis 55 US-Dollar liegt. Auch geht aus dem Report hervor, dass der Ölverkauf auf dem Schwarzmarkt im Nahen Osten floriert und fest verwurzelt ist. Schon zurzeit von Saddam Hussein in den 90er Jahren, als der Irak westlichen Sanktionen unterlag, haben irakische Offiziere Öl über die Grenzen ins Ausland geschmuggelt.

Im Kampf gegen den Kalifat und seine Dschihadisten kooperieren Jerusalem und Moskau in Syrien. Hinter den plötzlichen Versöhnungsversuchen zwischen Israel und der Türkei steht aus israelischer Sicht vielleicht russischer Druck. Nachdem sich die Türkei mit Russland angelegt hat und nichts gegen den radikalen Kalifat unternimmt, sowie Israel mit Russland gegen den islamischen Terror kämpft, übt Moskau auf Ankara Druck aus, sich mit Jerusalem zu vereinen, also unter anderem Gas von Israel abzukaufen.

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