Jordanien wird Palästinensischer Staat?

Donnerstag, 26. Mai 2011 |  ih Redaktion

Eine Liste mit Unterschriften aus aller Welt wurde bei der jordanischen Botschaft in Israel eingereicht. Die Initiative hat Knessetmitglied Arieh Eldad im Internet gestartet und bis jetzt sind 6000 Unterschriften eingegangen. Der Brief an die Jordanische Botschaft in Israel ruft König Abdullah dazu auf, Jordanien als rechtmäßigen palästinensischen Staat auszurufen. Dort war zu lesen, dass die Aufstände in den arabischen Ländern beweisen, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nicht das Hauptproblem im Nahen Osten sei. Die Frustration über die scheinbare Unlösbarkeit des Konflikts liegt daran, dass nie an der Wurzel der Problematik angefangen wurde, so heißt es weiter in dem Anschreiben. Der Grund des Konflikts wurde falsch diagnostiziert. Der Konflikt sei dem Brief zufolge kein territorialer Krieg, sondern ein religiöser – ein Zusammenstoß der Ideologien. Die Palästinenser werden Israel niemals als jüdischen Staat anerkennen und so auch den Konflikt nicht beenden, heißt es weiter. Trotzdem will die Weltgemeinde den Palästinensern einen eigenen Staat geben. Das kann jedoch nur geschehen, wenn erkannt wird, dass die Palästinenser schon einen eigenen Staat haben – und zwar in Jordanien. Er wurde gegründet, indem der Völkerbund den Arabern 75% des Gebietes, welches als jüdisches Heimatland galt, nach dem Zweiten Weltkrieg gab. 80% der Menschen in Jordanien sind Palästinenser. König Hussein, der Vater von König Abdullah, hat wiederholt verkündet: „Jordanien ist Palästina und Palästina ist Jordanien!“

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