Palästinensisches Baby von israelischer Armee gerettet

Donnerstag, 17. März 2011 |  ih Redaktion

Die israelische Armee und Notärzte haben am Mittwoch einer palästinensischen Frau und ihrem Neugeborenen das Leben gerettet. In der Siedlung Itamar, wo vergangenes Wochenende eine Siedlerfamilie brutal ermordet wurde, brachten die israelischen Ärzte ein kleines palästinensisches Mädchen zur Welt – in jenem Ort, wo die Hinterbliebenen der Fogel-Familie gerade die sieben Tage der jüdischen Trauer verbringen.
Gerade als der neue Generalstabschef Benny Gantz in der naheliegenden Ortschaft Neve Tzuf ankam, um sein Beileid auszusprechen, raste ein palästinensisches Taxi zum Eingang der Gemeinde. Darin war eine Frau um die 20, die in den Wehen lag. Die Nabelschnur hatte sich um den Hals des Babies gelegt und die Situation war für Mutter und Kind lebensbedrohlich. Die schnelle Hilfe der Ärzte in der Siedlung und der Soldaten vor Ort rettete beiden das Leben. Unteroffizier Haim Levin, 19, Sanitäter in der Armee, erzählt von den dramatischen Momenten: „Als wir dort ankamen, waren der Kopf und der Oberkörper des Babies schon zu sehen, aber durch die Nabelschnur war das Baby grau-blau angelaufen und bewegte sich nicht.“
Eine andere Sanitäterin sagte: „Es war sehr bewegend. Wir haben das Leben eines Babies gerettet, und ein paar Häuser weiter trauern Menschen um ein anderes Baby.“ Die Rettungskräfte der Siedlung hatten nach dem Massaker Feuerwerke über den nahegelegenen palästinensischen Ortschaften beobachtet. Trotzdem sagen sie, sie würden jedem Menschen egal welcher Herkunft jederzeit helfen: „Die Mutter der jungen Frau dankte uns und verriet den Namen des Mädchens – Jude.“

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