47 Prozent der Deutschen glauben: Israel will Palästinenser ausrotten

Mittwoch, 16. März 2011 |  ih Redaktion

Das Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin hat einen Bericht veröffentlicht, der ein hohes Maß an verstecktem Antisemitismus in Deutschland, Polen und Ungarn erkennen lässt. Die Analyse mit dem Titel „Intoleranz, Vorurteil, Diskriminierung: eine europäische Studie“ hat die verschiedenen Einstellungen in Bezug auf Rassismus, Homophobie und Vorurteilen in acht europäischen Ländern untersucht. In jedem Land wurden um die 1000 Menschen befragt. Dr. Beate Küpper, einer Forscherin der Uni Bielefeld, ist am Projekt beteiligt. Sie sagte der „Jerusalem Post“, dass sich der Antisemitismus in Europa meist hinter einer allgemeinen Kritik an Israel verstecke. Sie verwies auf einen außergewöhnlich starken Judenhass in Deutschland, der trotz der zahlreichen Holocaust-Gedenkstätten und Bildungsveranstaltungen vor Ort bestehe. Der Aussage „Israel führt einen Krieg mit dem Ziel, die Palästinenser auszurotten“ haben 47 Prozent der deutschen Befragten zugestimmt, so die Untersuchung. Das war der höchste Prozentsatz, der in Westeuropa registriert wurde. In Osteuropa lag die höchste Zahl in Polen. Dort stimmen 63,3 Prozent dieser Aussage zu. Dr. Clemens Heni, ein deutscher Akademiker, sagte, dass dieser neue Antisemitismus nicht nur von Neo-Nazis, sondern auch von linksgerichteten Gruppen, muslimischen Extremisten und der europäischen Elite verbreitet werde.

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