Samstag, 4. September 2010




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Jüdisches Fenster
Dienstag, 27. März 2007
Purim 5767/2007
Das diesjährige Purimfest fiel auf den 4. und 5. März. Die vier Gebote (Mitzwot) des Festes sind das Lesen der Megillat Esther (das Buch Esther), verschiedene Lebensmittel an Freunde verschenken (Mischloach Manot), Geschenke an Bedürftige verteilen (Matanot La’Evjonim) und eine fröhliche und reichliche Mahlzeit abhalten.

Das Buch Esther wird am Abend und am Morgen des Festes in der Synagoge gelesen, und jeder muss jedes einzelne Wort deutlich mitbekommen, um das Gebot erfüllt zu haben.

Mordechai und Esther sind in der iranischen Stadt Hamadan beigesetzt. Über ihrem bis heute erhaltenen Grab steht das einzige öffentliche Gebäude im Iran, das eine hebräische Inschrift trägt. Juden und Perser erkennen dieses Grab übereinstimmend als Ruhestätte der Helden der Purimgeschichte an. Das heute sichtbare Gebäude ist über 1000 Jahre alt.

Hamadan war einst Regierungssitz unter König Xerxes (Ahasveros). Dessen Thronfolger war Attaxerxes, der Sohn Esthers und des Ahasveros, der demzufolge jüdischer Abstammung ist. Moderne Nacherzählungen der Esther-Geschichte: Im Jahr 1817 schrieb Georg Friedrich Händel das „Esther“ Oratorium. 1960 schrieb der welschländische Dramaturg Saunders Lewis ein gleichnamiges Theaterstück in seiner Landessprache. Einer der Teile der Serie „Exil“ des israelischen Regisseurs Amos Gitai heißt „Esther“. Im vergangenen Jahr kam in den USA der Film „One Night with the King“ heraus, der diese biblische Geschichte nacherzählt.

Verkleidete orthodoxe Juden in Bnei Brak tanzen nach dem Lesen des Estherbuches am Purimfest

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