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Dienstag, 27. März 2007
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Purim 5767/2007
Das diesjährige Purimfest fiel auf den 4. und 5. März. Die vier Gebote (Mitzwot)
des Festes sind das Lesen der Megillat Esther (das Buch Esther), verschiedene
Lebensmittel an Freunde verschenken (Mischloach Manot), Geschenke an Bedürftige
verteilen (Matanot La’Evjonim) und eine fröhliche und reichliche Mahlzeit
abhalten.
Das Buch Esther wird am Abend und am Morgen des Festes in der Synagoge gelesen,
und jeder muss jedes einzelne Wort deutlich mitbekommen, um das Gebot erfüllt zu
haben.
Mordechai und Esther sind in der iranischen Stadt Hamadan beigesetzt. Über ihrem
bis heute erhaltenen Grab steht das einzige öffentliche Gebäude im Iran, das
eine hebräische Inschrift trägt. Juden und Perser erkennen dieses Grab
übereinstimmend als Ruhestätte der Helden der Purimgeschichte an. Das heute
sichtbare Gebäude ist über 1000 Jahre alt.
Hamadan war einst Regierungssitz unter König Xerxes (Ahasveros). Dessen
Thronfolger war Attaxerxes, der Sohn Esthers und des Ahasveros, der demzufolge
jüdischer Abstammung ist. Moderne Nacherzählungen der Esther-Geschichte: Im Jahr
1817 schrieb Georg Friedrich Händel das „Esther“ Oratorium. 1960 schrieb der
welschländische Dramaturg Saunders Lewis ein gleichnamiges Theaterstück in
seiner Landessprache. Einer der Teile der Serie „Exil“ des israelischen
Regisseurs Amos Gitai heißt „Esther“. Im vergangenen Jahr kam in den USA der
Film „One Night with the King“ heraus, der diese biblische Geschichte
nacherzählt.
Verkleidete orthodoxe Juden in Bnei Brak tanzen nach dem Lesen des
Estherbuches am Purimfest
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