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Sonntag, 6. September 2009
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Die 18. Makkabiade
Vom 13. bis 23. Juli fanden in Israel zum 18. Mal die „Jüdischen Olympischen
Spiele” – die Makkabiade statt. Vier Jahre nach der letzten Makkabiade traten
dieses Jahr ungefähr 7000 jüdische Sportler aus aller Welt zu den sportlichen
Wettbewerben an.
Zur Eröffnungszeremonie kamen 30.000 Zuschauer ins Stadion von Ramat Gan. Der
Amerikaner Jason Lezak, der bei den Olympischen Spielen in Beijing Gold im
Schwimmen gewonnen hatte, entfachte die Makkabiade-Fackel. Der Sportler
verzichtete zu Gunsten der Makkabiade auf seine Teilnahme an der
Schwimm-Weltmeisterschaft. Zwei Goldmedaillen sollten seine Belohnung werden.
Josh Small aus Australien, dessen Vater Greg beim tragischen Brückeneinsturz bei
der Makkabiade 1997 ums Leben kam, nahm an den diesjährigen Spielen teil, um die
Reise seines Vaters zu beenden. Er hatte die Ehre, das „Jiskor“ zu sprechen.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte in seiner Eröffnungsrede die
Sportler aus 65 Ländern auf, nach Israel einzuwandern.
Am Eröffnungstag fand noch vor der offiziellen Zeremonie zum ersten Mal in der
Geschichte der Makkabiade ein Radrennen in der Eschkol- Region im Süden Israels
statt. Man wollte damit ein Zeichen der Solidarität setzen, denn die dort
lebenden Menschen harren seit Jahren unter Kassam-Raketenbeschuss aus.
Radsportler aus den USA, Russland, Kanada, England, Südamerika und Israel gingen
an den Start.
Zum ersten Mal nahmen die schottischen Juden als eigenständiges Team teil,
bisher waren sie stets Teil der englischen Delegation gewesen. Sie marschierten
in Schottenröcken ein.
Die 22-jährige israelische Karate-Kämpferin Sabrina Skidalski, die zwei
Bronzemedaillen in der Weltmeisterschaft und den dritten Platz bei der
Makkabiade gewann, gab ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt, ebenso der
zweimalige Europameister im Stabhochsprung, Alex Averbukh (34).
Einige Tage vor der Eröffnung nahm das deutsche Makkabi- Team geschlossen beim
Ichilov-Krankenhaus an einer Gedenkfeier für die 1972 bei den Olympischen
Spielen in München ermordeten israelischen Sportler teil. Es kamen Angehörige
der Opfer, Repräsentanten der israelischen und deutschen Politik sowie Vertreter
des Olympischen Komitees.
Das deutsche Team trat mit 180 Sportlern an, aus der Schweiz kamen 43 und aus
Österreich 6 Sportler. Die deutschen und schweizerischen Makkabisten errangen
Medaillen aller drei Ränge.
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