Donnerstag, 9. September 2010




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Kultur
Sonntag, 6. September 2009
Die 18. Makkabiade
Vom 13. bis 23. Juli fanden in Israel zum 18. Mal die „Jüdischen Olympischen Spiele” – die Makkabiade statt. Vier Jahre nach der letzten Makkabiade traten dieses Jahr ungefähr 7000 jüdische Sportler aus aller Welt zu den sportlichen Wettbewerben an.

Zur Eröffnungszeremonie kamen 30.000 Zuschauer ins Stadion von Ramat Gan. Der Amerikaner Jason Lezak, der bei den Olympischen Spielen in Beijing Gold im Schwimmen gewonnen hatte, entfachte die Makkabiade-Fackel. Der Sportler verzichtete zu Gunsten der Makkabiade auf seine Teilnahme an der Schwimm-Weltmeisterschaft. Zwei Goldmedaillen sollten seine Belohnung werden. Josh Small aus Australien, dessen Vater Greg beim tragischen Brückeneinsturz bei der Makkabiade 1997 ums Leben kam, nahm an den diesjährigen Spielen teil, um die Reise seines Vaters zu beenden. Er hatte die Ehre, das „Jiskor“ zu sprechen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte in seiner Eröffnungsrede die Sportler aus 65 Ländern auf, nach Israel einzuwandern.

Am Eröffnungstag fand noch vor der offiziellen Zeremonie zum ersten Mal in der Geschichte der Makkabiade ein Radrennen in der Eschkol- Region im Süden Israels statt. Man wollte damit ein Zeichen der Solidarität setzen, denn die dort lebenden Menschen harren seit Jahren unter Kassam-Raketenbeschuss aus. Radsportler aus den USA, Russland, Kanada, England, Südamerika und Israel gingen an den Start.
 
Zum ersten Mal nahmen die schottischen Juden als eigenständiges Team teil, bisher waren sie stets Teil der englischen Delegation gewesen. Sie marschierten in Schottenröcken ein.

Die 22-jährige israelische Karate-Kämpferin Sabrina Skidalski, die zwei Bronzemedaillen in der Weltmeisterschaft und den dritten Platz bei der Makkabiade gewann, gab ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt, ebenso der zweimalige Europameister im Stabhochsprung, Alex Averbukh (34).

Einige Tage vor der Eröffnung nahm das deutsche Makkabi- Team geschlossen beim Ichilov-Krankenhaus an einer Gedenkfeier für die 1972 bei den Olympischen Spielen in München ermordeten israelischen Sportler teil. Es kamen Angehörige der Opfer, Repräsentanten der israelischen und deutschen Politik sowie Vertreter des Olympischen Komitees.

Das deutsche Team trat mit 180 Sportlern an, aus der Schweiz kamen 43 und aus Österreich 6 Sportler. Die deutschen und schweizerischen Makkabisten errangen Medaillen aller drei Ränge.

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