Freitag, 10. September 2010




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Kultur
Donnerstag, 21. August 2008
„Verbotene Musik während des Nazi-Regimes“ in Israel
Das Duo Marcus Kappis (Oboe) und Klaus-Werner Held (Klavier) ist für drei Auftritte in Israel speziell aus Deutschland angereist. Sie präsentierten Musik, die in der Nazi-Zeit verbannt war.

„Die Musik, die damals geschrieben wurde, wollen wir wiederbeleben. Sie hat heute nicht mehr den Stellenwert, der ihr zukommt. Einige Komponisten oder Werke erscheinen nicht einmal mehr in den Lexika“, erzählte Marcus Kappis israel heute.

Das Programm der beiden Musiker enthielt Stücke von Franz Reizenstein, Erwin Schulhoff, Paul Ben-Haim, Haim Alexander, Robert Fürstenthal und Issachar Miron. Das Spektrum reichte von freudigem Tanz über ruhige Meditation bis hin zu Dramatischem und Traurigem.

Die Musik wurde vom Israel Music Institute (IMI) bezogen. Auf die Idee, diese „verbotene Musik“ wieder aufleben zu lassen, kam Marcus Kappis, als er Pavel Haas studierte. Pavel Haas war ein jüdischer Komponist, der in Tschechien geboren wurde und schon früh mit seiner musikalischen Ausbildung begann. Noch im Konzentrationslager Theresienstadt setzte er seine Musikschöpfung fort. Nachdem er 1944 in Auschwitz vergast wurde, gerieten seine Kompositionen in Vergessenheit.

Die Stücke werden zum Großteil mit Begeisterung aufgenommen und so die Ehre der Musik und ihrer Komponisten wieder hergestellt.

Klaus-Werner Held am Klavier und Marcus Kappis an der Oboe.

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