Dienstag, 9. Februar 2010




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Archäologie
Donnerstag, 31. Mai 2007
Genetische Archäologie
Forscher des Weizman-Instituts fanden in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität Tel Aviv (TAU) und der amerikanischen Harvard-Universität heraus, dass in antiken Knochen genetisches Material über Jahrtausende hinweg erhalten blieb.

DNA aus versteinerten Knochen könnte neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Menschheit, die Dynamik der Einwohnerschaft von Orten, Wanderungen, Ernährungsgewohnheiten sowie Krankheiten, an denen Menschen und Tiere litten, zugänglich machen. Allerdings ist dieses genetische Material nicht gut erhalten oder auch mit DNA aus anderen Perioden vermischt. Eine neuentwickelte Methode ist jedoch vielversprechend, was diese Problematik angeht.

Die Forschung baut auf einer Entdeckung von Prof. Steve Weiner von der Abteilung für strukturelle Biologie am Weizman-Institut von vor 20 Jahren auf. Damals berichtete er zum ersten Mal darüber, dass Knochen Kristallknoten enthalten. Selbst wenn Knochen zermahlen werden und man dem Knochenmehl Stoffe zur Entfernung jeglichen organischen Materials (Collagen oder DNA) beimischt, werden diese Kristallknoten nicht zerstört.

Zusammen mit Prof. Baruch Arensburg von der TAU, Noreen Tuross von der Harvard-Universität sowie der Studentin Michal Salomon vom Zentrum für wissenschaftliche Archäologie am Weizman- Institut wurden zwei Knochen aus heutiger Zeit mit sechs Proben aus der Antike (römische, neolithische und kalkolithische Periode) verglichen. Sie entdeckten, dass aus den Zwischenräumen zwischen den Kristallen gut erhaltene DNA-Informationen gewonnen werden können. Diese stellen eine Art „Botschaft aus der Vergangenheit“ dar, rekonstruieren sie doch individuelle biologische Merkmale. Diese „Botschaften“ zu entschlüsseln, wird zu neuen Erkentnissen über die Vergangenheit von Mensch und Tier und ihre Umwelt vor tausenden von Jahren führen.

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