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Donnerstag, 31. Mai 2007
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Genetische Archäologie
Forscher des Weizman-Instituts fanden in Zusammenarbeit mit Kollegen der
Universität Tel Aviv (TAU) und der amerikanischen Harvard-Universität heraus,
dass in antiken Knochen genetisches Material über Jahrtausende hinweg erhalten
blieb.
DNA aus versteinerten Knochen könnte neue Erkenntnisse über die Entwicklung der
Menschheit, die Dynamik der Einwohnerschaft von Orten, Wanderungen,
Ernährungsgewohnheiten sowie Krankheiten, an denen Menschen und Tiere litten,
zugänglich machen. Allerdings ist dieses genetische Material nicht gut erhalten
oder auch mit DNA aus anderen Perioden vermischt. Eine neuentwickelte Methode
ist jedoch vielversprechend, was diese Problematik angeht.
Die Forschung baut auf einer Entdeckung von Prof. Steve Weiner von der Abteilung
für strukturelle Biologie am Weizman-Institut von vor 20 Jahren auf. Damals
berichtete er zum ersten Mal darüber, dass Knochen Kristallknoten enthalten.
Selbst wenn Knochen zermahlen werden und man dem Knochenmehl Stoffe zur
Entfernung jeglichen organischen Materials (Collagen oder DNA) beimischt, werden
diese Kristallknoten nicht zerstört.
Zusammen mit Prof. Baruch Arensburg von der TAU, Noreen Tuross von der Harvard-Universität
sowie der Studentin Michal Salomon vom Zentrum für wissenschaftliche Archäologie
am Weizman- Institut wurden zwei Knochen aus heutiger Zeit mit sechs Proben aus
der Antike (römische, neolithische und kalkolithische Periode) verglichen. Sie
entdeckten, dass aus den Zwischenräumen zwischen den Kristallen gut erhaltene
DNA-Informationen gewonnen werden können. Diese stellen eine Art „Botschaft aus
der Vergangenheit“ dar, rekonstruieren sie doch individuelle biologische
Merkmale. Diese „Botschaften“ zu entschlüsseln, wird zu neuen Erkentnissen über
die Vergangenheit von Mensch und Tier und ihre Umwelt vor tausenden von Jahren
führen.
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