Freitag, 10. September 2010




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Jüdische Weisheiten
Montag, 27. April 2009
Gruppen im biblischen Judentum
Vor der Zerstörung des Tempels 70 n. Chr. und der Zerstreuung der Juden unter alle Völker gab es im Judentum hauptsächlich vier verschiedene Glaubensrichtungen.

SADDUZÄER Die griechische Bezeichnung sadduzaioi hat keine direkte hebräisch Entsprechung. Weil aber zu den Sadduzäern die Aristokraten gehörten, wird ihr Name mit dem Priestergeschlecht Zadok (Gerechte) in Verbindung gebracht, woraus die namentliche Abwandlung Sadduzäer entstand...

PHARISÄER Die Gruppe der Pharisäer entstand um 165 v. Chr. nach dem Makkabäer-Aufstand, um der Vermischung des Judentums mit dem Hellenismus Einhalt zu gebieten. Ihre Bezeichnung geht auf das hebräische Wort peruschim zurück, was „Abgesonderte“ heißt (griech. Pharisaioi). Sie waren Gegner der Sadduzäer, weil sie an die Unsterblichkeit der Seele, an Engel und die Auferstehung der Toten glaubten...

ESSENER Es gab einen verheirateten Zweig der Essener, der überall in Israel sesshaft war, um das Volk zu einem heiligen Leben zu bekehren, und es gab einen unverheirateten Zweig, der in der asketischen Klostergemeinschaft in Qumran am Toten Meer lebte und dort u.a. die biblischen Schriftrollen vor der Vernichtung durch die Römer versteckte...

ZELOTEN Als Zeloten (griech.: zelotes) bezeichnet man „Eiferer“, die als radikale Widerstandskämpfer versuchten, die Gottesherrschaft auf Erden einzuführen. Zu ihnen gehörten auch die 960 Juden, die auf der Festung Masada am Toten Meer bis 73 n. Chr. gegen das römische Imperium kämpften und sich am Ende heldenhaft das Leben nahmen...
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