Donnerstag, 9. September 2010




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Wort aus Jerusalem
Donnerstag, 15. November 2007
Unsere Schwachheit ist Gottes Potential
Manchmal findet man im Gottesdienst seltsame Menschen, die durch ihr eigenartiges Verhalten auffallen. Gemeindeglieder genieren sich ihretwegen. Besonders wenn Fremde im Gottesdienst sind, fragt man sich: „Was mögen jetzt die Fremden denken?“

Warum fragen die so genannten „Normalen“ nicht, wie Gott über sie denkt, denn mit ihrer Meinung, „normaler“ als die „Unnormalen“ zu sein, stehen sie – wenn man Gottes „Norm“ kennt – in den Augen Gottes gar nicht so gut da. Schließlich ist Gott der Norm-Geber und bestimmt darüber, was „normal“ ist.

Es gehört zur Größe Gottes, nicht auf die Macht der Menschen angewiesen zu sein. Daher konnte Er es sich leisten, sich ein Volk auszuwählen, das unter allen Völkern der Erde das geringste ist (5.Mose 7,6-8). Gott hatte es nicht nötig, Großreiche wie Ägypten oder Babylon auszuwählen, um damit seine Stärke zu beweisen. Nein, Gott suchte sich mit Israel das geringste und unvollkommenste Volk aus.

Geringe Menschen aber sind im Hellenismus ein Störfaktor, denn da gilt nur der etwas, der schön, stark, gesund und intelligent ist. Jesus dagegen lehrt: „Die Gesunden benötigen keinen Arzt, wohl aber die Kranken. Daher bin ich gekommen, nicht die Gerechten (in die Nachfolge) zu berufen, sondern die Sünder.“ (Markus 2,17) Aus diesem Grund ermahnt Paulus die in der griechischen Welt lebenden Christen, dass Gott die Weisheit der Weisen zuschanden macht und den Verstand der Verständigen als nichtig abtut, denn was der Welt als niedrig und verächtlich gilt, das hat Gott erwählt, um damit das, was in der Welt etwas gilt, zunichte zu machen.

Daher sind nicht viele Gelehrte in der Gemeinde, nicht viele einflussreiche Personen, nicht viele Hochgeborene; nein, was der Welt als töricht gilt, das hat sich Gott erwählt, um die Weisen der Welt zu beschämen (1.Korinther 1,19 u. 1,28 u. 1,26-27) – und sollten doch einmal Prominente in der Gemeinde sein, werden sie derart hofiert, dass man oftmals mehr auf sie hört als auf Gott. Übrigens können wir nur das mit in den Himmel nehmen, was wir vom Himmel empfangen haben, denn „Wir haben nichts mit uns in die Welt gebracht, also können wir auch nichts aus ihr mit hinausnehmen.“ (1.Tim. 6,3)

Es gibt also nichts, worauf wir uns etwas einbilden können, denn alles, was Ewigkeitswert hat, kam aus der Ewigkeit, und „wenn sich jemand dünkt, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst.“ (Galater 6,3)

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