Freitag, 10. September 2010




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Wort aus Jerusalem
Sonntag, 10. Juni 2007
Gottesdienst Ja, aber für wen?
Juden feiern das achttägige Pessachfest und Christen begehen die Karwoche. In beiden Fällen nimmt Blut die Zentralfunktion ein. In Ägypten strichen die Israeliten zu Pessach das Blut eines Lammes an ihre Türpfosten, damit der Würgeengel an ihnen vorüberzöge.

Daher heißt Pessach übersetzt vorübergezogen: Der Würgeengel, der alle erstgeborenen Ägypter tötete, zog an den Häusern vorüber, an deren Türpfosten (Mesusot) er das Blut sah.

Ebenso ist es mit dem Blut Jesu. An Jedem, der es für sich in Anspruch nimmt, hat der ewige Tod kein Anrecht mehr. Hierbei aber ist Folgendes zu beachten: Die Israeliten strichen das Blut des Lammes nicht an die Türpfosten, damit es die Ägypter sehen und die Israeliten deswegen verschonen, sondern es heißt in 2. Mose 12,13:
„Das Blut an den Häusern, in denen ihr euch befindet, soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein; damit, wenn Ich das Blut sehe, schonend an euch vorüberziehe“. Es kam bei der Rettungsaktion also allein darauf an, dass Gott das Blut sah.

So waren auch die Gottesdienste im Tempel darauf ausgerichtet, dass Gott das Opferblut sah. Das Heiligtum bzw. das Allerheiligste des Tempels waren nicht für das Volk bestimmt, sondern für Gott. Das Allerheiligste des Tempels war also keine Kathedrale für das Volk, sondern Gottes Wohnstätte auf Erden (1. Könige 8,10-13), denn alles, was im Tempel als Gottesdienst ablief, geschah einzig und allein, damit der HErr es sieht. Genauso waren auch die urchristlichen Gottesdienste keine Volksversammlungen, sondern Zusammenkünfte, um von Gott gesehen und gesegnet zu werden.

(Mehr dazu in israel heute vom Juni 2007)

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