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Sonntag, 10. Juni 2007
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Gottesdienst Ja, aber für wen?
Juden feiern das achttägige Pessachfest und Christen begehen die Karwoche. In
beiden Fällen nimmt Blut die Zentralfunktion ein. In Ägypten strichen die
Israeliten zu Pessach das Blut eines Lammes an ihre Türpfosten, damit der
Würgeengel an ihnen vorüberzöge.
Daher heißt Pessach übersetzt
vorübergezogen: Der Würgeengel, der alle erstgeborenen Ägypter tötete, zog
an den Häusern vorüber, an deren Türpfosten (Mesusot) er das Blut
sah.
Ebenso ist es mit dem Blut Jesu. An Jedem, der es für sich in Anspruch nimmt,
hat der ewige Tod kein Anrecht mehr. Hierbei aber ist Folgendes zu
beachten: Die Israeliten strichen das Blut des Lammes nicht an die Türpfosten,
damit es die Ägypter sehen und die Israeliten deswegen verschonen, sondern es
heißt in 2. Mose 12,13:
„Das Blut an den Häusern, in denen ihr euch befindet, soll ein Zeichen zu eurem
Schutz sein; damit, wenn Ich das Blut sehe, schonend an euch vorüberziehe“. Es
kam bei der Rettungsaktion also allein darauf an, dass Gott das Blut sah.
So waren auch die Gottesdienste im Tempel darauf ausgerichtet, dass Gott das
Opferblut sah. Das Heiligtum bzw. das Allerheiligste des Tempels waren nicht für
das Volk bestimmt, sondern für Gott. Das Allerheiligste des Tempels war also
keine Kathedrale für das Volk, sondern Gottes Wohnstätte auf Erden (1. Könige
8,10-13), denn alles, was im Tempel als Gottesdienst ablief, geschah einzig und
allein, damit der HErr es sieht. Genauso waren auch die urchristlichen
Gottesdienste keine Volksversammlungen, sondern Zusammenkünfte, um von Gott
gesehen und gesegnet zu werden.
(Mehr dazu in israel heute vom Juni 2007)
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