Freitag, 10. September 2010




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Wort aus Jerusalem
Montag, 30. Oktober 2006
Unser täglich Brot
Juden, die Auschwitz überlebten, erzählen, wie sie durch eine kleine Brotkruste neue Lebenshoffnung fanden. Und Christen, die um ihres Glaubens willen inhaftiert waren, berichten, dass das sonst so alltägliche Gebet „Unser tägliches Brot gib uns heute“ eine völlig neue Bewertung erfuhr, denn Brot ist mehr als nur ein Nahrungsmittel.

Wenn der Mensch Brot und Wasser hat, kann sein Leib überleben. Für seinen Geist und seine Seele aber braucht er mehr als das irdische Brot, denn „der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Munde Gottes ausgeht“ (5. Mose 8,3; Matth. 4,4). Bevor ein Jude seine Mahlzeit isst, nimmt er etwas Brot, streut Salz darauf und segnet es. Damit wird die gesamte Mahlzeit gesegnet und „zum täglichen Brot“. Es gibt verschiedene Brotsorten. Das tägliche Brot aber ist das unscheinbarste. Die schönen Brotsorten werden dagegen an Feiertagen und für besondere Rituale gebacken. Zum Schabbat isst man geflochtenes Challa-Brot, zum jüdischen Neujahrsfest ein rundes Weißbrot und an den acht Pessachtagen ungesäuertes Brot, Mazzot.

(Mehr dazu in israel heute von Oktober 2006)

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