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Montag, 30. Oktober 2006
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Unser täglich Brot
Juden, die Auschwitz überlebten, erzählen, wie sie durch eine kleine Brotkruste
neue Lebenshoffnung fanden. Und Christen, die um ihres Glaubens willen
inhaftiert waren, berichten, dass das sonst so alltägliche Gebet „Unser
tägliches Brot gib uns heute“ eine völlig neue Bewertung erfuhr, denn Brot ist
mehr als nur ein Nahrungsmittel.
Wenn der Mensch Brot und Wasser hat, kann sein Leib überleben. Für seinen Geist
und seine Seele aber braucht er mehr als das irdische Brot, denn „der Mensch
lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Munde
Gottes ausgeht“ (5. Mose 8,3; Matth. 4,4). Bevor ein Jude seine Mahlzeit isst,
nimmt er etwas Brot, streut Salz darauf und segnet es. Damit wird die gesamte
Mahlzeit gesegnet und „zum täglichen Brot“. Es gibt verschiedene Brotsorten. Das
tägliche Brot aber ist das unscheinbarste. Die schönen Brotsorten werden dagegen
an Feiertagen und für besondere Rituale gebacken. Zum Schabbat isst man
geflochtenes Challa-Brot, zum jüdischen Neujahrsfest ein rundes Weißbrot und an
den acht Pessachtagen ungesäuertes Brot, Mazzot.
(Mehr dazu in israel heute von Oktober 2006)
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