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Dienstag, 19. September 2006
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Glaube oder Vernunft
Das hebräische Wort für Glauben ist Emunah und bedeutet in seiner Wurzel etwas anderes als von den meisten angenommen, denn für die meisten ist Glauben der Gegensatz von Vernunft. So hört man z.B.: „Ich glaube nur, was ich sehe, dass z.B. ein Pfund Rindfleisch
eine gute Suppe gibt“.
Dumm, denn ein Pfund Rindfleisch in 100 Liter Wasser gekocht ergibt keine
gute Suppe. Wo bleibt hier die Vernunft?
Und die Frommen weisen richtiger Weise auf Hebräer 11,1 hin, dass „der Glaube
ein zuversichtliches Vertrauen auf das ist, was man hofft, ein festes
Überzeugtsein von Dingen, die man mit den Augen nicht sehen kann“. Das heißt
aber nicht, dass man, um richtig glauben zu können, die Augen schließen muss.
Nein, der Glaube ist nicht Ausschalten der Vernunft, sondern Erweiterung der
Vernunft. Da, wo unserer Vernunft Grenzen gesetzt sind, überschreitet der Glaube
diese Barriere, so dass unsere Vernunft in neue Dimensionen vorstößt, wodurch
unsere Kraft verzehnfacht wird.
Die Wurzel des hebräischen Wortes für Glauben (Emunah) bedeutet Standhaftigkeit
bzw. Beharrlichkeit. Abraham wurde zum Vater des Glaubens, weil er
unerschütterlich daran festhielt, dass Sara ihm trotz ihres Greisenalters noch
einen Sohn (Isaak), den Verheißungsträger des jüdischen Volkes, gebären würde.
Mose hielt furchtlos und unbeirrbar seine Arme hoch, damit die Israeliten gegen
die feindlichen Amalekiter siegen konnten. Glauben ist also keine Gefühlssache,
sondern ein beharrliches Festhalten an den Verheißungen Gottes.
(Mehr in israel heute von September 2006)
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