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Donnerstag, 16. April 2009
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Schüsse in die Knie
Obwohl die israelische Offensive „Gegossenes Blei“ längst vorbei ist, ist das
Leben der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen seitdem nicht ruhiger
geworden. In den ersten drei Wochen nach dem Gazakrieg wurden von der radikalen
Hamasregierung 15 Palästinenser, Mitglieder der Fatah, unter dem Vorwurf,
Kollaborateure zu sein, öffentlich hingerichtet.
Zahlreichen Palästinensern wurden zur Strafe die Knie zerschossen, weil sie
verdächtigt wurden, über Ramallah Informationen über Hamasverstecke und Bunker
an israelische Sicherheitskräfte übermittelt zu haben. Die
Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte erstmals das
brutale Verhalten der fanatischen Hamas gegen über ihren eigenen Lands leuten.
Dem Bericht zufolge wurden Palästinenser entführt, gefoltert und ermordet, die
sich „Allahs Eiferern“, der Hamas, nicht unterordneten. Solche Palästinenser
gelten pauschal als Kollaborateure und sind praktisch vogelfrei.
Das radikale Hamasregime im Gazastreifen dementiert nicht einmal diese
Anschuldigungen. Im Gegenteil: Man besteht darauf, ein legitimes Recht zu haben,
die zu bestrafen, die Israel helfen. Nicht wenige der gezielten israelischen
Luftangriffe waren nur mit Hilfe von Google Earth möglich. Palästinensische
Fatahmitglieder sollen über den Internetatlas Israels Sicherheitskräfte direkt
zu Hamaszielen geleitet haben.
„Die Hamas terrorisiert die eigene Bevölkerung“, kritisieren arabische Medien
die Nachkriegszeit im Gazastreifen. Hunderte Fatahmitglieder im Gazastreifen
sind deswegen in den Untergrund gegangen und hoffen, irgendwie mit ihren
Familienangehörigen aus dem Gazastreifen gerettet zu werden. „Die Bevölkerung
hat Angst. Die eingeschüchterten Menschen hüten sich, irgendwelche Kritik an der
regierenden Hamas verlauten zu lassen“, sagte der Palästinenser Yussef zu
israel heute. Das Telefongespräch könnte das 30-jährige Fatahmitglied in
Lebensgefahr bringen und musste daher heimlich geführt werden. Aus seinem
Versteck im Gazastreifen rief uns Yussef über Umwege an. Wir kennen seinen
Aufenthaltsort und seine Telefonnummer nicht.
„Die Hamas rechnet mit allen ab, die irgendwie verdächtigt werden, mit Israel
kollaboriert zu haben“, sagte uns Yussef. „Ich habe zwei Mal miterlebt, wie
bewaffnete Hamas mitglieder Freunde von mir aus dem Haus zerrten und auf der
Straße vor den Augen ihrer Kinder und Frauen in die Beine geschossen haben. Die
Hamas kennt keine Gnade und lässt ihre Wut über ihre Niederlage an der
palästinensischen Bevölkerung aus. Wo waren die Hamaskämpfer während der
Kriegstage? Sie haben sich alle unter der Erde verkrochen, zu feige, sich mit
Israel anzulegen.“
Foto: Hamas-Terroristen suchen nach Fatah-Angehörigen
im Gazastreifen. Ihr Koran (Sure 4:91-92) sagt: Keinem Gläubigen steht es zu,
einen anderen Gläubigen zu töten... und wer einen Gläubigen tötet, dessen Lohn
ist Dschahannam (Hölle).
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