Freitag, 10. September 2010




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Politik
Dienstag, 11. Mai 2010
Obama, Israels strategische Katastrophe
Auch wenn das israelische Regierungsbüro die diplomatische Krise zwischen Jerusalem und Washington vor den Kameras verharmlost, so wird hinter den Kulissen anders geredet. Aus Kreisen um Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hieß es, dass Obama eine strategische Katastrophe für Israel sei.

Journalisten israelischer Tageszeitungen wie Jediot Achronot, Israel Hayom und Maariv haben in den letzten Wochen etliche Stimmen um Netanjahu zitiert, die in der US-Regierung eine ernsthafte Gefahr für Israels Zukunft sehen.

In vertraulichen Gesprächen haben hochrangige Regierungsbeamte und Minister Barack Obamas Verhalten scharf kritisiert. Die Namen der Politiker sind der israel heute-Redaktion bekannt, werden jedoch auf ihre Bitten hin nicht veröffentlicht.

Israels gespaltene Zunge
„US-Präsident Obama und seine Staatssekretärin Hillary Clinton haben eine deutliche Linie gezogen, was die palästinensische Politik gegen Israel angeht. Dies ist Wahnsinn, es grenzt an Krankheit. Die politische Situation zwischen Jerusalem und Washington ist einfach katastrophal. Noch nie befanden sich die Beziehungen zwischen Israel und den USA in einem so gefährlichen Zustand. Dieser US-Präsident will um jeden Preis einen Palästinenserstaat etablieren und den Palästinensern Jerusalem auf dem Silbertablett servieren!“ Auch wenn sich Netanjahu von solchen anonymen Erklärungen mehrfach distanzierte, so ist jedem im Land klar, dass Israels Regierung mit gespaltener Zunge redet. Einerseits spricht man diplomatisch in der Öffentlichkeit, andererseits ungeschminkt aus dem Herzen.

„Israels Beziehungen mit den USA sind an einem Tiefpunkt angelangt. Obama ist für Israel eine Gefahr“, so Israels anerkannter Kommentator Nachum Barnea. Das Volk spürt, wie sich erstmals ein US-Präsident vom Judenstaat entfernt und dem Islam nähert. Ägyptens Außenminister Ahmed Aboul Gheit sagte an der Tischtafel des ägyptischen Fernsehsenders Nile TV, dass „ihm der amerikanische Präsident Obama im vertraulichen Gespräch schwor, dass er Moslem sei“. Dies erklärt, weshalb Obama den langjährigen Fachausdruck „Islamischer Extremismus“ aus den Sicherheits- und Regierungsformularen streichen möchte. Darüber hinaus beschuldigte US-Kommandeur General David Petraeus Israels Politik für das Scheitern jeglicher US-Bemühungen, den Nahostkonflikt zu lösen. „Israel gefährdet damit die amerikanischen Truppen im Irak.“

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