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Dienstag, 20. Oktober 2009
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Gemeinsames Manöver mit GSG9
Sechzig Berufssoldaten der deutschen GSG9 waren zu einer gemeinsamen Übung Gast
der israelischen Anti-Terror-Einheit YAMAM. Das Manöver war das erste seiner
Art.
Was es bedeutete, dass 70 Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs
Militärhubschrauber der Bundespolizei über einem jüdischen Staat namens Israel
kreisen, versuchte Oberst Thomas in Worte zu fassen: „Es wurden starke Emotionen
geweckt. Noch vor wenigen Jahren wäre so etwas nicht denkbar gewesen. Was wir in
dieser Woche erlebten und fühlten, war außergewöhnlich. Es war ein Zeichen des
Friedens.“
Über den Truppenübungsplatz in der Negev-Wüste hallten deutsche Kommandos – es
ist nur zu verständlich, dass das manchen Israeli an die dunkle Vergangenheit
erinnerte.
Nun tauschten Deutsche und Israelis untereinander ihr Know-How aus. Die
Aushebung von Terrornestern, die Befreiung von Geiseln, die Orientierung in der
Wüste oder das Abspringen vom Hubschrauber wurden geübt. YAMAM-Oberst Joram
Halevi resümierte: „Wir haben euch hierher eingeladen, um mit uns zu trainieren.
Einige loben uns dafür, andere sagen, es war noch zu früh. Aber wir haben nicht
nur miteinander trainiert. Wir haben Geschichte geschrieben.“
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