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Sonntag, 6. September 2009
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Israelis sehen Gazarückzug als Fehler an
Der Abzug aus dem Gazastreifen jährt sich diesen Sommer zum vierten Mal. Eine
Umfrage zum Thema ergab, dass die meisten Israelis diesen Rückzug und die
Zerstörung der jüdischen Gemeinden im Gazastreifen mittlerweile als
schwerwiegenden Fehler betrachten. 48 Prozent der Umfrageteilnehmer sagten, sie
hätten den Abzug aus dem Gazastreifen damals unterstützt, da ihnen versprochen
worden war, dass dies den Israelis in den Grenzgebieten größere Sicherheit
garantieren und den Friedensprozess voranbringen würde.
Seither ist Gaza in die Hände der terroristischen Hamasorganisation gefallen.
Raketenangriffe auf den Süden Israels wurden zur Tagesordnung und haben die
teure Gaza-Militäroperation Anfang des Jahres notwendig gemacht, die eben solche
Raketenangriffe eindämmen und stoppen sollte. Israel und die Palästinenser sind
sich in punkto Frieden kein Stück näher gekommen als vor dem Abzug.
Von den Befragten, die angaben, den Rückzug unterstützt zu haben, bedauerten 68
Prozent ihre damalige Haltung. Die meisten Israelis gaben an, dass ihnen die
Art, wie die Regierung mit den Juden aus Gaza umgeht, sehr zuwider ist. Trotz
allem würden nur 19 Prozent der Befragten eine Rücksiedlung gut heißen. Die
meisten der 7000 Juden aus Gusch Katif und den anderen ehemaligen jüdischen
Siedlungen im Gazastreifen haben bis heute kein neues Zuhause gefunden und
hausen nach wie vor in temporären Unterkünften.
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