Samstag, 4. September 2010




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Aktuelle Nachrichten
Knesset verurteilte Künstlerweigerung
Israels Parlament berief gestern eine Sondersitzung ein um die Haltung der mehr als 30 Künstler zu verurteilen, die sich öffentlich weigerten, in der Stadt Ariel in Samaria aufzutreten. Sie stimmten ab, dass staatlich geförderte Kunstinstitutionen vor allen Bevölkerungsgruppen auftreten müssten, egal was deren politische Ausrichtung ist.
Ahmedinedshad: Israel ist heuchlerisch rassistisch
Irans Präsident Ahmedinedshad nannte den Staat Israel heuchlerisch rassistisch und eine Erfindung des Westens als das iranische Volk heute den Internationalen Jerusalem-Tag begang. Dieser findet immer am letzten Freitag des Fastenomant Ramadan statt und wird zu anti-israelischen Kundgebungen genutzt, in denen die israelische Okkupation der Palästinenser angeprangert wird. Weiter meinte er, dass die Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern Unsinn sein. Nur die Palästinenser können auf ihrem Boden entscheiden, keine ausländischen Mächte.
Wie werden die Verhandlungen ausgehen?
So friedlich die Eröffnungsfeier der Direktgespräche zwischen Israel und den Palästinensern auch war, doch nun beginnt der Verhandlungsalltag. Ägyptens Präsident Mubarak ist wieder in Kairo und König Abdallah II. wieder in Amman und US-Präsident Obama wendet sich wieder anderen Dingen zu, da sitzen nun Israels Ministerpräsident Netanjahu und sein Gegenpart Palästinenserchef Abbas allein da. Netanjahu sagte: „Wir sind bereit, in einer kurzen Zeit einen langen Weg zu gehen, um einen echten Frieden zu erreichen!“ Doch die Welt fordert nur von Israel schmerzhafte Zugeständnisse, nicht aber von den Palästinensern. Man rechnet damit, dass die Verhandlungen ein Jahr dauern. Die nächste Gesprächsrunde soll am 14. September in Jerusalem im Beisein von US-Außenministerin Hillary Clinton und ihrem Nahostbeauftragten George Mitchell stattfinden, was zeitlich zwischen dem jüdischen Neujahrfest Rosch Haschana und dem Versöhnungsfest Jom Kippur liegt. Palästinenser riefen bereits zum Terror gegen ihren Palästinenserpräsident Abbas auf, weil er ihrer Meinung nach vor Israel kapituliert. Es könnte sein, dass es unter den Palästinensern wegen dieser Verhandlungen zum Bürgerkrieg zwischen Hamas- und Fatah-Palästinensern kommt und damit die Verhandlungen stoppt.
Papst engagiert sich für Freilassung Schalits
Papst Benedikt XVI. sagte im Vatikan zu seinem Gast Israels Staatspräsident Peres, dass er alles tue, damit der Israeli Gilad Schalit von den Palästinensern endlich freigelassen wird.
Schabbatlesungen und Kommentar
„Nitzavim / WaJelech – Ihr steht / Und er ging“ 5. Mose 29,9 31,30; Prophetenlesung: Jesaja 61,10 63,9

Kommentar:

Normalerweise werden diese beiden Paraschot (Wochenabschnitte) zusammen an einem Schabbat gelesen, nur im Schaltjahr wird es getrennt. Zusätzlich fällt unser Schabbat dieses Jahr auf den 25. Elul, genau eine Woche vor Neujahr – in dieser Woche fanden laut jüdischer Tradition die Weltschöpfungstage statt bis Rosch HaSchana, der Anfang der Menschheit!!

Wir nähern uns dem Ende der Abschiedsrede des Mose, die an das gesamte Volk gerichtet war, von den Stammesoberhäuptern bis hin zum ‘Holzhauer und Wasserschöpfer’. In unserer Lesung finden wir abermals eine Bestätigung der Gültigkeit und Ewigkeit der Worte der Verheißungen, die Mose, der demütige Knecht Gottes, sprach. Nehmen wir als Beispiel Vers 13f: „Doch nicht mit euch allein schließe ich diesen Bund ..., sondern sowohl mit dem, der heute hier ist, ... als auch mit dem, der heute nicht mit uns hier ist.“ Ein ewiger Bund!
Die in den Versen 17 und 18 beschriebenen Leute, die ihr Herz von dem HErrn abwenden, lassen leider auch an neuzeitliche Gemeindemitglieder denken, die im Neuen Testament ‘lau’ genannt werden. Doch der HErr wird solches nicht dulden.

Im Kapitel 30 sehen wir eine bevorstehende Diasporazeit der Juden, eine Vertreibung und Verstreuung unter die Völker, angedeutet. Aber das wird nicht für immer so sein, sondern Gott wird Gnade schenken: „...dann wird der HERR, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen. Und er wird dich wieder sammeln aus all den Völkern, wohin der HERR, dein Gott, dich zerstreut hat.“ (Vers 3)
Im selben Kapitel sagt uns der HErr Zebaoth, dass Seine Gebote gegenwärtig sind und daher auch gehalten werden können! Die Verse 11 bis 14 sprechen es klar aus. Vielleicht sagen uns diese Verse aber auch das: Gottes Gebot ist nicht außer Reichweite. Man muss nicht in andere Länder oder gar Kontinente zu irgendeiner Revival-Konferenz reisen, um dort Gott zu erleben, denn ‘das Wort ist ganz nahe’ – in Mund und Herzen, um es zu tun!

Vers 15: „Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse!“ Klar und eindeutig drängt sich der Vers auf. Jeder darf und sollte ihn persönlich hören. Es ist auch heute noch des HErrns Ruf an den Menschen, den der Prophet Jesaja so ausdrückt: „Ich (der HErr) habe den ganzen Tag meine Hände ausgebreitet zu einem widerspenstigen Volk ...“ (Jesaja 65,2; vgl. 59,1 und im NT 2. Petrus 3,9)
Mose fleht und ist der Hoffnung, dass seine Leute, das Volk, das er nun 40 Jahre gut kennt, doch zwischen ‘Leben und Tod, Segen und Fluch, die er ihnen vorgelegt hat! „So wähle das Leben, damit du lebst...“ (Vers 19).

In der zweiten Parascha ‘WaJelech’ werden wir Zeuge des letzten Tages im Leben des Mose, er war genau 120 Jahre alt. Gemäß jüdischer Tradition fallen sein Geburtstag und sein Todestag gleichermaßen auf den 7. Tag des Monats Adar. 120 Jahre sind das Lebensalter eines Gerechten. Darum wünscht der Jude an Geburtstage den Nächsten mit "Bis 120!" (hebr. "Ad mea we-essrim!")
Heute wird an diesem Datum der Verstorbenen gedacht, deren Todestag und –ort (wie einst bei Mose) unbekannt ist.
Josua obliegt es von nun an, den Jordan zu überschreiten und das Volk ins Gelobte Land hineinzuführen. Als Mose dem Volk sagte, dass er an diesem Gang nicht mehr teilnehmen würde, herrschte sicher Unsicherheit und Furcht, denn ‘der Gottesmann verlässt uns nun’.
Darum die wiederkehrenden Verheißungen: „Seid stark und mutig, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, er ist es, der mit dir geht; er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.“ (31,6) Immer ein gutes und tröstendes Wort wenn in Gemeinden Nachfolge stattfindet.

Als Letztes schrieb Mose die Thora nieder und überreichte sie den Priestern, so wie den Leviten. So ist denn das Schreiben der Thora auch das letzte Thoragebot. Vers 10 zeigt die Wurzel der Thoralesung zu Sukkoth, was auch heute noch getan wird. Sukkot, das Laubhüttenfest, wird vollendet mit Simchat Thora, dem Fest der Freude an der Thora. An Simchat Thora wird der einjährliche Lesezyklus der Fünf Bücher Mose vollendet und zugleich neu eröffnet.

Schon Mose betonte die ‘Beschneidung des Herzens’ (30,6), weil er etwas vom menschlichen Herzen wusste (31,27): „Denn ich kenne deine Widerspenstigkeit und deine Halsstarrigkeit wohl. Siehe heute [schon], während ich noch bei euch lebe, seid ihr widerspenstig gegen den HERRN gewesen; wieviel mehr nach meinem Tod!“ Wir dürfen unser Vertrauen nicht auf Menschen gründen, sondern auf den HErrn allein!

- Michael Schneider -
Das Wetter
Es ist sonnig. In Jerusalem werden heute bis zu 32 Grad erwartet, in Tel Aviv bis zu 32 Grad, in Tiberias 40, am Toten Meer 40 und in Eilat bis zu 41 Grad.

Wir wünschen unseren Lesern aus Jerusalem, der vom Allmächtigen erwählten Stadt und ewigen Hauptstadt Israels, einen gesegneten Tag, ein erholsames Wochenende sowie Schabbat Schalom.
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