Die Kosten der Gazaoperation

Freitag, 28. Dezember 2012 |  nai news

Der Verteidigungsminister der Heimatfront, Avi Dichter, hat die Ausgaben der jüngsten Gazaoperation veröffentlicht: Rund 100 Mio. Schekel (ca. 20 Mio. Euro) wurden demnach allein für die Abwehrraketen des Iron Dome (Eiserne Kuppel) Systems ausgegeben. Von 1506 auf Israel abgefeuerten Hamas-Raketen (die meisten landeten auf unbewohntem Gebiet) konnten 421 der auf bewohntes Gebiet zielenden abgeschossen werden. Die dabei erreichte Trefferquote von 84 % spricht für sich – laut Avi Dichter ein 100 Mio. Schekel Investment, das sich gelohnt hat. Die Hamas hat Dichters Angaben zufolge statistisch gesehen weniger als 7 % ihrer Raketen auf bewohntes israelisches Gebiet schießen können.

Zum Vergleich: Im Jahr 2006 wurden während des 2. Libanonkrieges 4000 Raketen auf Israel abgefeuert, davon trafen 1000 bewohnte Gebiete. Der Einsatz des Iron Dome Systems hätte sich auf 40 – 90 Mio. Euro belaufen. „Wenn wir zwischen dem Terror, der über mehrere Jahre die Leben von mehr als 1000 Israelis gekostet hat und die Abwehr von 1500 Raketen mit unserem System wählen könnten, dann ist uns das Raketenabwehrsystem weitaus lieber“, so Dichter.

Hinzu kommt, dass die militärischen Fähigkeiten der Palästinenser immer besser werden. „Ihre Raketen werden immer treffsicherer. Wir haben bislang mit Gefahren aus dem Gazastreifen und aus dem Libanon im Norden zu tun. Wir müssen sicherstellen, dass nicht auch noch das Westjordanland mit diesen Fähigkeiten „verseucht“ wird“, erklärte Dichter.

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